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Schaumburg Nord landet 25:24-Derbyerfolgüber Stadthagen

Felix Lattwesen avanciert vom "Buhmann" zum Matchwinner

Handball (hga). "Ich danke meiner Mannschaft für den Wettkampf" - Michael Evers, Coach beim Landesligisten HSG Schaumburg Nord freute sich über die Moral seiner Mannschaft beim 25:24 (11:11)-Heimsieg über den VfL Stadthagen.

HSG-Matchwinner Felix Lattwesen (l.) wird von Hanno Karlheim bed

Ironie des Spieles: Felix Lattwesen erzielte mit seinem einzigen Treffer kurz vor Ende das 25:24, lieferte vorher nur völlig unmotivierte und erfolglose Aktionen ab. "Das war nicht Felix sein Spiel, er hatte sich zuviel vorgenommen. Der Rest war in Ordnung", sagte Evers. "Unser Erfolg war bitter nötig, gegen Stadthagen gewinnt man nicht so einfach, das müssen wir nächste Woche gegen die HF Springe bestätigen",blickte Evers auf die nächste Aufgabe. VfL-Coach Werner Eyßer war "angefressen". "Mehr als die Niederlage macht mir Sorgen, dass Stefan Franke und Jan Teuvo Harting verletzt sind. Das ist viel entscheidender, als das wir hier mit einem Tor verloren haben", sagte Eyßer. "Dafür hat sich die Mannschaft noch gut verkauft, in der Abwehr hatten wir in einigen Phasen körperlich nichts entgegenzusetzen und haben im Angriff einiges verworfen", meinte Eyßer. In Hälfte eins war die HSG zunächst die bestimmende Mannschaft. Immer einen Schritt schneller als der VfL führte die HSG 6:3 (15.) und 7:5 (20.). Franke kam nicht zur Entfaltung, Harting wurde gegen Ende der ersten Hälfte gefährlicher. Allerdings leistete die HSG Schaumburg Nord auch kräftig "Nachbarschaftshilfe", ermöglichte dem nun abgeklärter wirkenden VfL durch einige haarsträubende Fehler den 11:11-Pausenstand. In Hälfte zwei schied Harting in der 34. Minute verletzt aus, dennoch führte der VfL 14:11 (36.). In der Folge zeigte die HSG den größeren Willen, besonders Florian Günzel und Tomasz Czerwinski erwiesen sich als äußerst effektiv. Immer wieder tankten sich beide durch die VfL-Abwehr, beim 20:20 (49.) begann eine hektische Schlussphase. Die Gastgeber waren körperlich vor allem in der Abwehr deutlich robuster, der VfL hatte Probleme mit der aggressiven, aber nicht überharten Gangart. Die Schlussphase war spannend, Marc Steinmeyer (52.) auf Seiten der HSG sowie Marcel Springer (53.) auf Seiten des VfL sahen die Rote Karte. In der 58. Minute traf Lattwesen zum 25:24, der VfL versuchte noch einmal alles und musste sich am Ende geschlagen geben. HSG: Günzel 9, Czerwinski 9, Hinze 3, Steinmeyer 2, Winkler 1, Lattwesen 1. VfL: Harting 6, Springer 4, Blaume 3, Fischer 3, Franke 2, Buhre 2, Rotz 2, Pante 1, Becker 1.

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