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IGS-Anbauübergeben / "Flexibles Klassenzimmer"-System / 3,6 Millionen Euro Baukosten

Fast geräuschlos: "Schmuckstück" ist fertig

Stadthagen (gus). Der Anbau der Integrierten Gesamtschule Schaumburg (IGS) ist in diesen Tagen fertig geworden. Bei der offiziellenÜbergabe durch die Planer vom Atelier für Architektur und Design (AAD) betonte Schulleiter Richard Wilmers, dass das Gebäude ein "Schmuckstück" geworden ist.

Ein von Schülern angefertigtes Mosaik ziert beinahe die gesamte

Wilmers und Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier waren voll des Lobes über den Anbau und dankten den beteiligten Unternehmen für die reibungslose Abwicklung. "Fast geräuschlos" haben diese nach Worten des Schulleiters gearbeitet. Der dreigeschossige Komplex umfasst 18 Unterrichtsräume, eine Lehrküche, vier Sammlungs- und Lehrmittelräume sowie zwei Lehrerstützpunkte. Sechs Fachräume sind für die Fächer Kunst, Textil, Werken und Informatik ausgestattet worden. Die Baukosten betrugen 3,6 Millionen Euro, 90 Prozent davon stammen aus Fördertöpfen des Bundes. Die Arbeiten haben knapp 16 Monate gedauert. Schöttelndreier betonte, dass der Landkreis aktuell nicht nur 18,7 Millionen Euro in neue Klassenräume investiert, sondern dies auch "innovativ" tut. In einem Zeitungsbericht sei dies anders dargestellt worden. Damit spielte der Landrat auf die Aussage des CDU-Politikers David McAllister an, der behauptet hatte, der Landkreis sei nicht innovativ. "Wir haben uns auf das Nötigste beschränkt, das aber solide gemacht", meinte Schöttelndreier. Es sei die Infrastruktur für ein Lernklima geschaffen worden, in dem "lernen und lehren Spaß macht." Wilmers stimmte in das Loblied ein, indem er einige Elemente des "flexiblen Klassenzimmer"-Systems erläuterte, nach dem die Räume gestaltet worden sind. So sind verschiebbare Tafeln und Flip-Charts installiert worden. Jeder der Klassenräume verfügt über eine ein- und ausrollbare Folie, die unter anderem eine Welt-, Europa- und Deutschlandkarte zeigt. Die Fachräume, so Wilmers, sind im unteren Bereich eingerichtet worden. In den oberen Stockwerken befinden sich die "flexiblen Klassenzimmer". Die IGS-Schüler haben nach Worten des Schulleiters bisher Räume im Wilhelm-Busch-Gymnasium genutzt. Diese könnten nun "geräumt" werden. Schöttelndreier hob bei der Schlüsselübergabe hervor, dass bei der Baumaßnahme ausschließlich lokale Unternehmen beauftragt worden sind. Das AAD-Büro ist in Obernkirchen ansässig. Auch künftig werde sich die Kreisverwaltung damit beschäftigen, den Bedarf an neuen Unterrichtsräumen zu decken.In den kommenden zehn Jahren sei kein Rückgang der Schülerzahlen zu erwarten. Den Bedarf habe die Verwaltung im Zuge einer Elternumfrage ermittelt.

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