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Kinderschutzbund kämpft seit einem Jahr für "wegweisendes Projekt" / Schröder: Sollte im Rathaus bleiben

Familienbüro: Einig nur in der Zielsetzung

Rinteln (wm). Seit einem Jahr kämpft der Rintelner Kinderschutzbund für die Einrichtung eines Kinder- und Familienbüros, einer zentralen Anlauf- und Kontaktstelle für Familien.

Sozialpädagogin Martina Platen hatte das Konzept des Kinderschutzbundes im Sozialausschuss vorgestellt, der Ausschuss hatte sich mit der Idee nur begrenzt anfreunden können. Fazit der Diskussion: Die Idee sei gut, nur eine Koordinationsstelle sollte besser im Rathaus bleiben. Inzwischen haben Landesregierung, Landkreis und die Bürgerstiftung Schaumburg dem Kinderschutzbund namhafte Beträge für das geplante Projekt zusagt - nur die Zustimmung der Stadt Rinteln fehle noch, erläuterte die neue Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Petra Rabbe- Hartinger am vergangenen Dienstagabend bei der Generalversammlung des Vereins. Jetzt will der Kinderschutzbund deshalb sein teilweise verändertes wie optimiertes Konzept, das unter anderem Familienpaten vorsieht, noch einmal der SPD-Fraktion vorstellen. Ortsbürgermeister Ulrich Goebel (CDU) konnte sich am Dienstag bereits aus erster Hand informieren - er war selbst bei der Generalversammlung anwesend. Im Mai soll das Thema dann erneut auf die Tagesordnung des Sozialausschusses. Die scheidende Vorsitzende Karin Dieckmann bedauerte, dass es nachüber einem Jahr intensiver Überzeugungsarbeit bislang in Rinteln noch keine politische Mehrheit für das Projekt gebe: "Stadthagen, Lindhorst, Nienstädt - alle fangen damit an." Das Modell des Kinderschutzbundes sei deshalb so wegweisend, weil es "effiziente und frühzeitige Hilfe für Familien in schwierigen Lebenssituationen" biete. Im Grunde, erläuterte Erster Stadtrat Jörg Schröder dazu in einem Telefongespräch, sei man sich bei der Zielsetzung mit dem Kinderschutzbund absolut einig, nur nicht bei der praktischen Umsetzung. Schröder: Das Rathaus bleibe für so ein Angebot die ideale Koordinationsstelle, schon deshalb, weil man auch über die Kindergärten "ganz normale" Familien erreiche und in der Fläche, also den Ortsteilen, vertreten sei. Karin Dieckmann, die scheidende Vorsitzende, sieht es anders: Der Kinderschutzbund biete dafür eine "niedrigschwellige Beratung". Grundsätzlich signalisierte der Vorstand der Stadt: Wir sind gesprächsbereit. Zum Familienzentrum in Stadthagen: Seite 20.

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