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"The King´s Delight" auf Zeitreise

Exzellent: Musik vom Hofe des Fürsten Ernst

Bückeburg (mig). "Allerhand newe lustige musicalische Sachen" gab es jetzt im Staatsarchiv zu hören. Unter dem Motto "Allein aus Liebe der Musica" brachten Mitglieder des Ensembles "The King´s Delight" Musik vom Hofe des Bückeburger Fürsten Ernst zu Gehör.

Mit exzellent dargebotenen Stücken von John Dowland ("Aria (Mistresse Nichols Almand)") oder Johann Grabbe (Canzon") wandelten die Instrumentalisten auf den Spuren ihrer Vorgänger aus dem 16. Jahrhundert. In der historisch verbürgten Besetzung (Gambe, Laute, Blockflöte oder Violine) entführte "King´s Delight" nicht nur in die Zeit von Spitzenkragen und Haarteilen, sondern gab auch einen Einblick in das kulturelle Leben der Residenzstadt. Dank des Mäzenatentums von Fürst Ernst zog es damals viele begabte Musiker nach Bückeburg - die Hofkapelle war geboren. Ein Jahr vor dem Tod des Fürsten veröffentlichte ThomasSimpson dann mit dem "Taffel Consort" (Tafelmusik, Tanz- und Unterhaltungsstücke) eine einzigartige Sammlung von Musik seiner englischen und deutschen Kollegen. Im Mittelpunkt des ausverkauften Konzertes standen neben dem "Taffel Consort" zudem weitere Werke aus dem Umfeld der Sammlung (John Dowland). Dabei gelang es den Musikern bis in die letzte Note den Geist der Zeit ins 21. Jahrhundert zu transportieren. Fast konnte man das Gefühl haben, als würden die alten Porträts über den Spielleuten wieder zum Leben erweckt. Die Zeitreise endete mit der "Allemande& Ballet" von Christian Töpffer, sowie der "Capriccio& Volta" (Anonymus).

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