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Gasflaschen müssen gekühlt werden / Hunderte Pendler sitzen fest / Strecke für eine Stunde komplett gesperrt

Explosionsgefahr! Waggon brennt im Bahnhof Bückeburg

Bückeburg (rc). Der Brand eines Waggons eines Gleisreparaturzuges im Bückeburger Bahnhof hat gestern Abend zu erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr geführt. Da zunächst Explosionsgefah r bestand, wurde kurz vor 17 Uhr der Bahnhof geräumt. Der Zugverkehr auf der viel befahrenen Achse Hannover-Ruhrgebiet wurde für fast eine Stunde in beide Richtungen eingestellt. Erst als die Feuerwehr Entwarnung gab, rollte gegen 18 Uhr der Verkehr in Richtung Hannover im Schritttempo an der Brandstelle vorbei, die Fahrtrichtung Minden blieb noch bis in den späten Abend gesperrt. Hunderte Pendler saßen in Zügen zwischen Hannover und Bückeburg fest.

Explosionsgefahr im Bückeburger Bahnhof: Drei Gasflaschen sowie

Nachdem die Strom führenden Oberleitungen abgestellt und geerdet worden waren, konnte die Feuerwehr Bückeburg unter Atemschutz in den Waggon vordringen. Dort fand sie drei Gas- und Sauerstoffflaschen, die sich bereits auf über 70 Grad erhitzt hatten. Sie wurden vorsichtig aus dem Waggon herausgeschleppt und mit Wasser gekühlt. Auch Diesel und Hydrauliköl wurde geborgen. Über dem Waggon stand eine dicke, stinkende Qualmwolke, die über Teile des östlichen Stadtgebietes hinwegzog. Ob schädliche Schadstoffe frei gesetzt wurden, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt. In dem Waggon befand sich weiteres technisches Gerät, das ebenfalls ein Raub der Flammen wurde. Der Zug war am frühen Abend in Hannover Linden losgefahren. Dort war in dem Waggon ein Aggregat eingeschaltet worden, um das Zufrieren von Leitungen zu verhindern. Bereits in Kirchhorsten bemerkte die Zugbesatzung den Qualm in dem Waggon und entschied, bis Bückeburg durchzufahren. Brandexperten der Deutschen BahnAG übernahmen gestern Abend die weiteren Ermittlungen.

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