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Schaumburg Nord bei der angeschlagenen HF Springe / Bad Nenndorf II in Herrenhausen

Evers-Truppe steht zwischen Himmel und Hölle

Handball (hga). In der Landesliga wartet auf den VfL Bad Nenndorf II beim MTV Herrenhausen eine mehr als schwierige Aufgabe. Als Außenseiter tritt die HSG Schaumburg Nord beim Tabellenzweiten HF Springe II an.

Florian Günzel (M.) hofft den Tabellenzweiten aus Springe auf de

MTV Herrenhausen - VfL Bad Nenndorf II. Auf den zehnten Tabellenplatz (19:23-Punkte) abgerutscht, sieht sich die VfL-Reserve mit den Schwierigkeiten des Abstiegskampfes konfrontiert. Am vergangenen Wochenende unterlag der VfL dem Tabellendreizehnten TSV Anderten II 23:25. Zumindest personell entspannte sich die Lage etwas, Mannschaftsführer Marc Sieger kehrte nach seiner Verletzung wieder in den Kader zurück. Mit Raik Lübke stieß ein weiterer Rekonvaleszenter zum Kader der Reserve, so dass die Youngster nun wieder stärker von erfahrenen Spielern umgeben sind. Die Gastgeber stehen nur auf Grund des besseren Torverhältnissesum einen Platz besser als der VfL. Für den Tabellenneunten MTV Herrenhausen ist die Situation also nicht anders als bei den Kurstädtern. "Jeder von uns weiß, was die Stunde geschlagen hat", meint VfL-Coach Rainer Hinze. Fünf Spieltage vor Saisonende wäre ein doppelter Punktgewinn nicht mit Gold aufzuwiegen, für beide Mannschaften ist es ein "Vier-Punkte-Spiel". Es ist ein von Kampf geprägtes, vielleicht auch hektisches Spiel zu erwarten. Ruhe ist da die erste Spielerpflicht, um einen höheren Rückstand gleich zu Beginn zu vermeiden. Trotz der Serie von sieben Niederlagen hat die Mannschaft mit Sieger und Lübke wieder das Potential, um den Klassenerhalt zu schaffen und die schwierige Aufgabe in Herrenhausen zu einer lösbaren zu machen. "Wir müssen noch mindestens zwei Spiele von den letzten fünf gewinnen", ist Hinze sicher und fügt hinzu: "Die Begegnung in Herrenhausen ist eines davon." Anwurf: Sonntag, 15 Uhr. HF Springe II - HSG Schaumburg Nord. Die Rolle des Außenseiters liegt der HSG Schaumburg Nord eher als selbst favorisiert zu sein, irgendwie scheint die Mannschaft entspannter. Nur noch fünf Spiele hat die HSG Zeit, den Klassenerhalt zu sichern. Schwer genug, als Tabellenzehnter (17:25-Punkte) steht die Mannschaft nur einen Platz über einem Regelabstiegsplatz. Es ist ein Platz zwischen Himmel und Hölle, nach oben hat die HSG durch den 25:24-Erfolg über den VfL Stadthagen vom vergangenen Wochenende losen Anschluss gehalten. Die Gastgeber sind als Aufstiegsaspirant ihrer Favoritenrolle in der Rückrunde bisher nicht gerecht geworden. Von acht Spielen gewannen die HF nur drei, scheinen angeschlagen. Hier liegt für die HSG die Chance, den Tabellenzweiten vielleicht auf dem falschen Fuß zu erwischen. "Ich hoffe, sie unterschätzen uns", sagt HSG-Coach Michael Evers, der aber nicht nur auf das Prinzip Hoffnung setzt. An Motivation mangelt es augenscheinlich nicht, es fehlt einfach die Konstanz im Spiel. Gegen den VfL Stadthagen ließ die Konzentration nach 20 Minuten nach, die HSG übernahm es selbst, die Gäste ins Spiel zurück zu holen. Das gilt für Abwehr und Angriff gleichermaßen. Scheinbar war der Druck für einige vor einer vollen Tribüne zu groß. Mehr Geduld ist gefragt, etwa bei Felix Lattwesen, der zu oft mit der "Brechstange" zu Werke geht. Bei einer Niederlage wird das Abstiegsgespenst sich wieder sehr real manifestieren. Nur mit der Bereitschaft aller über die Leistungsgrenzen hinauszugehen, ist beim Tabellenzweiten eine Überraschung und ein weiteres Sichern des Nichtabstiegsplatzes möglich. "Wir müssen unser Spiel machen, dürfen uns nicht verrückt machen lassen", fordert Michael Evers von seiner Mannschaft. Anwurf: Sonntag, 15 Uhr.

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