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HSG Schaumburg Nord empfängt VfL Stadthagen zum Landesliga-Derby

Evers und Eyßer schieben sich die Favoritenrolle gegenseitig zu

Handball (hga). Es ist Derbyzeit in der Sporthalle "Am Radbach" in Waltringhausen. In der Landesliga empfängt die HSG Schaumburg Nord den VfL Stadthagen.

VfL-Routinier Urs Pante (M.) kann sich auf ein hartes Nachbarsch

Für die Gastgeber ist die Luft in der Liga nach wie vor sehr dünn. Der Abstiegskampf befindet sich in einer entscheidenden Phase, der Erfolgsdruck auf der Mannschaft von HSG-Coach Michael Evers ist hoch. In den vergangenen Wochen verschaffte sich die HSG lange vermisste Luft im Kampf um den Klassenerhalt. Die Erfolge über die HSG Letter-Marienwerder und die HF Aerzen brachten einen wichtigen Schub für das lädierte Selbstvertrauen. Zusätzlich drückten sich die Erfolge in der Tabelle aus, allerdings ist die HSG immer noch punktgleich mit dem MTV Rohrsen (15:25), der als Tabellendrittletzter einen Regelabstiegsplatz belegt. Bei drei Regelabsteigern ist der Abstiegskampf sehr spannend, selbst der VfL als Fünfter braucht noch mindestens zwei Erfolge, um sicher zu sein. Verletzungen und berufsbedingte Ausfälle brachten ein Auf und Ab, zuletzt zeigte sich der VfL beim Erfolg über die HF Springe II wieder mannschaftlich stabil. "In Anbetracht dieser Tatsachen ist die Rückrunde noch gut gelaufen", meinte VfL-Coach Werner Eyßer. Jan Teuvo Harting hat sich seinen Platz in der Mannschaft erobert, Alexander Buhre zeigte in den vergangenen Spielen starke Leistungen. Auf der anderen Seite sind es Florian Günzel und Felix Lattwesen, die mit ihrer Wurfkraft aus dem Rückraum entscheidenden Anteil an den jüngsten Erfolgen hatten. Trotz des Derbycharakters kommt dem VfL eine leichte Favoritenrolle zu, schließlich stellt der VfL zusammen mit dem SV Aue Liebenau den zweitstärksten Angriff der Liga. "Ich sehe die HSG als Favoriten, weil sie bisher unter ihren Möglichkeiten gespielt haben und jetzt anscheinend zu ihrer wahren Stärke finden", stapelt Eyßer tief. Auf die HSG, in der Abwehr nicht immer sattelfest, kommt da eine Menge Arbeit zu. Aggressivität und Beweglichkeit sind ein Mittel gegen den VfL. Zudem ist eine niedrige Fehlerquote im Angriff erforderlich, um die Tempogegenstöße von Buhre und Marcel Springer zu verhindern. "Auf Grund der Tabellensituation sind wir Außenseiter", meint Evers, der sich in dieser Rolle wohler fühlt. "Wir müssen hinten kompakt stehen", fordert Evers, der um die Wichtigkeit einer guten Abwehr gegen den VfL weiß. "Nicht die Mannschaft mit den meisten Fehlern verliert, sondern die, die am wenigsten will", ist Evers überzeugt. Anwurf: Sonntag, 17 Uhr.

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