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Wer mit Freude und Entschlossenheit arbeitet, wird in jedem Beruf erfolgreich sein

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es: Vom Schüler zum Arbeitnehmer

Es muss nichts „von der Stange“ sein. Als Frau eine Kfz-Lehre einschlagen? Als Mann in einem Kosmetiksalon arbeiten und den Beruf des Medizinischen Fußpflegers erlernen? Warum denn nicht. Den Schulabsolventen 2011 steht nichts mehr offen als die ganze Welt…

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Also hinein ins Abenteuer Beruf. Nicht die erste Ausfahrt nehmen, nicht immer den Weg mit dem geringsten Widerstand einschlagen – darin liegt ein Gutteil des Erfolgs. Erfolgreich ist nämlich vor allem der, der mutig ist. Denn man beachte stets: Es gibt keinen Job, in dem man sich einigeln kann. Es gibt auch keine Garantie, dass die Ausbildung, die man erfährt, für das ganze Leben ist. Vielleicht schlägt man im Laufe der nächsten Jahre noch ganz andere Wege ein, wer weiß das schon…

Dafür gibt es prominente Beispiele: Viele große Stars haben einen völlig normalen Beruf erlernt. Kfz-Mechaniker zum Beispiel, Koch oder auch Bäcker. Erst später wurden sie zu Stars in der Sportszene oder im Showbusiness. Sie haben sich also für einen Beruf entscheiden, der sie weitergebracht hat. Das ist ein wichtiges Zeichen für junge Menschen, die heute mit ihrer Zukunft hadern.

Natürlich sollte die Entscheidung für einen Beruf mit Bedacht getroffen werden, denn wenn schon, dann soll es auch der Traumberuf sein, der zu einem passt. Andererseits kann sich in der Biografie eines jeden einzelnen viel verändern. Die Ausbildung, für die man sich jetzt entscheidet, muss nicht das ganze Leben lang Bestimmung finden. Vielleicht hängt man nach der Ausbildung ja noch ein Studium dran? Oder man erlernt noch einen anderen Beruf? Man muss die Chancen sehen – und nutzen. Alles ist möglich.

Doch nichts funktioniert ohne Selbstvertrauen. Wer viel davon hat, wird es zu etwas bringen. Wer zu viel hat, kann aber auch schnell auf die Nase fallen. Der Grat zwischen Selbstvertrauen und Selbstüberschätzung ist manchmal schmal. Sowohl in der schriftlichen Bewerbung als auch im persönlichen Gespräch sollten angehende Azubis sich also in Bescheidenheit üben, aber dennoch ihre Stärken präsentieren und nie an den eigenen Fähigkeiten zweifeln.

Stil ist gefragt! Wer Karriere machen will, muss sich deshalb unbedingt benehmen. Denn Schule war gestern – jetzt steht man im Beruf und trägt eine viel größere Verantwortung. Das muss keine Bürde sein, vielmehr ist es eine Chance, sich in der immer schwieriger werden Arbeitswelt und innerhalb der Gesellschaft einen anerkannten Platz zu verschaffen. Dabei ist es nicht entscheidend, welchen Beruf man erlernt, sondern dass man ihn mit Freude und Überzeugung angeht. Ein Bankkaufmann – ohne Frage ein beliebter und aussichtsreicher Ausbildungsberuf – ist nicht mehr wert als ein Steuerfachgehilfe, ein Maler ist nicht schlechter gestellt als ein IT-Techniker. Jeder hat auf seinem Gebiet vielfältige Aufgaben zu erfüllen, die im wahren Sinn des Wortes unvergleichlich sind. Es gibt keinen Grund, sich zu verstecken. Jede Ausbildung, die mit Engagement angegangen wird, ist ein Gewinn.

Mit dem Schulabgang und dem Berufsanfang verändert sich oft auch das äußere Erscheinungsbild der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Zerrissene Jeans, ausgewaschene T-Shirts und ungepflegte Haare gehören der Vergangenheit an. Wer erfolgreich sein will, muss sich um sein Aussehen kümmern. Auch das ist keine Bürde, nein, das kann sogar Spaß machen, denn mit dem ersten Azubi-Gehalt kann man doch gleich mal auf Shoppingtour durch die Modewelt gehen. Und die Haare? Auch die sind „dran“, was zuweilen „ab“ bedeutet. Langes, offen getragenes Frauenhaar ist beispielsweise zwar ein ausdrucksstarkes Zeichen der Weiblichkeit, kann jedoch gerade in männerdominierten Branchen dazu führen, dass bei der Wahrnehmung die Geschlechtszugehörigkeit und nicht die Kompetenz im Vordergrund steht. Wer in erster Linie als künftige fachkundige Mitarbeiterin und nicht als Frau wahrgenommen werden will, sollte die Haare daher beim Bewerbungsgespräch lieber hochstecken. Absolut tabu ist übrigens ein deutlich sichtbarer Ansatz bei gefärbten Haaren.

Mit „schwerem Gerät“ können nur Männer umgehen? Weit gefehlt! Immer mehr mutige junge Frauen finden den Weg in typische Männerberufe und absolvieren ihre Ausbildung höchst erfolgreich. Die Arbeitswelt hat sich im Vergleich zu früher rasant verändert. Was noch in den achtziger Jahren als ungewöhnlich galt, ist heute völlig normal. Wichtig ist, keine Vorurteile zu haben und mit Mut und Offenheit an die Berufswahl heranzugehen. Dann ist dem Erfolg keine Grenze gesetzt.

Foto: bibo

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