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Feuerwehrkräfte aus der Samtgemeinde Lindhorst absolvieren Übungen unter realen Bedingungen

Es geht noch heißer

Samtgemeinde Lindhorst/ Nienburg. Unter schweißtreibenden Bedingungen haben Mitglieder aus den Feuerwehren Lüdersfeld, Beckedorf, Heuerßen und Lindhorst Menschenrettung und Brandbekämpfung trainiert. 25 Mitglieder probten auf einem Truppenübungsplatz in Nienburg unter realen Bedingungen den Ernstfall – bei 30 Grad Außentemperatur.

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„Aber es geht noch heißer“, berichtet die Feuerwehr der Samtgemeinde. Denn in einem sogenannten Brandübungshaus wurden Zimmer- Wohnungs- und Kellerbrände zu Übungszwecken mit Feuer, Hitze und Rauchentwicklung real nachgestellt. Auf dem Gelände befinden sich Gebäude, die extra für solche Ausbildungskonzepte zur Verfügung stehen.

Wie berichtet arbeiten die Feuerwehren der Samtgemeinde Lindhorst daran, dass die einzelnen Wehren auf den gleichen Ausbildungsstand gebracht werden. Wie Pressesprecher Ingo Beyer erklärt, diente auch die Übung in Langendamm der Vereinheitlichung der Standards. Durch einen Kollegen, der nach Nienburg gezogen war, seien Kontakte zur Bundeswehr entstanden. Diese hätten es ermöglicht, auf dem Truppenübungsplatz zu proben. „Solche Gelegenheiten bieten sich für die Freiwilligen Feuerwehren selten“, betont Beyer.

So können auch junge Kameraden, die wenig Erfahrung haben, Einsätze unter hoher körperlicher Belastung trainieren und ein Gefühl dafür bekommen, wie das Arbeiten unter Stress und bei extremer Hitzeeinwirkung und sehr schlechten Sichtverhältnissen in Brandobjekten abläuft.

Die Übung begann mit der Anfahrt zur Einsatzstelle. Unter Zeitdruck mussten sich die Einsatzkräfte zügig ausrüsten, ihr Material für den Innenangriff zusammenstellen. An der Einsatzstelle erkundete der Fahrzeugführer die Lage, die Wasserentnahmestelle und legte die Position des Verteilers fest. Anschließend bekamen die Trupps den Einsatzbefehl und rückten in das verqualmte Gebäude vor.

Nach einem festen Muster, das immer wieder in den Feuerwehren geübt und trainiert wurde, arbeiteten sie den Innenangriff zielstrebig ab, wie die Feuerwehr berichtet. Zur Sicherheit für die Gruppe im Gebäude stehe immer ein Sicherheitstrupp zur Verfügung, der sofort eingreife, wenn sich Mitglieder eines Trupps im Gebäude verletzten oder verirren. Trotz der hohen Außentemperatur seien mehrere Übungen absolviert worden, und „alle Kameraden waren begeistert und konnten mit vielen neuen Erfahrungen die Ausbildungsveranstaltung abschließen“, berichtet Beyer, auch wenn „jede Menge Schweißperlen“ geflossen seien. Beyer rechnet damit, dass die jeweiligen Ortsfeuerwehren im kommenden Jahr auf dem gleichen Stand sein werden. r, bab

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