weather-image
24°
"Tag der Archive": Staatsarchiv zeigt, was sonst im Verborgenen geschieht

Erst vor die Linse, dann in den bombensicheren Bergwerksstollen

Bückeburg. Nach mehrjähriger Pause wird am Sonnabend, 6. Mai, bundesweit wieder ein "Tag der Archive" durchgeführt. In ganz Deutschland werden die Archive - vom Bundesarchiv über die Staatsarchive der Länder bis zu den Archiven der Kommunen - ihre Tore öffnen, um der interessierten Öffentlichkeit Gelegenheit zu geben, sich über Aufgaben, Inhalte und Möglichkeiten der Nutzung zu informieren. Das Staatsarchiv Bückeburg beteiligt sich mit einem "Tag der offenen Tür" in seinen Werkstätten an der Ahnser Straße 11.

Mit Schlagzeilen wie dieser in der Landes-Zeitung begann in den

Zwischen 11 und 16 Uhr wird den Besuchergruppen gezeigt, was sonst im Verborgenen geschieht: Wie die einmaligen geschichtlichen Dokumente zur Sicherung vor Katastrophen verfilmt und wie geschädigte Dokumente repariert werden. In der Filmstelle werden vier Kameras eingesetzt, die jährlich über 2 Millionen Aufnahmen anfertigen, ehe sie in einem bombensicheren Bergwerksstollen eingelagert werden; in der Restaurierungswerkstatt werden von Mäusefraß und Schimmelpilz zersetzte Papiere gereinigt, angefasert und eingebettet, so dass sie die nächsten Jahrhunderte überleben und Auskunft geben können über längst vergangene Zeiten. Als besondere Attraktion werden am "Tag der Archive" auch Karten über den ebenso berühmten wie altehrwürdigen Bergbau des Harzes zu sehen sein, die in den vergangenen Wochen für das Archiv des Oberbergamtes Clausthal im Staatsarchiv Bückeburg restauriert wurden. Sportbegeisterten Besuchern wird es warm ums Herz werden, wenn sie die enthusiastischen Zeitungsberichte lesen, die in den Jahren 1954, 1974 und 1990 bei der jeweiligen Fußballweltmeisterschaft erschienen sind, die auf dreiTafeln im Eingangsbereich zusammengestellt sein wurden. An einem Büchertisch werden Prospekte zum Mitnehmen ausliegen und Bücher zum Kauf angeboten werden.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare