weather-image
23°
Praktika öffnen Türen in die Arbeitswelt – auch während der Ferien

Erst Praktikant, dann Azubi!

Denn sie wissen nicht, was sie tun – so heißt ein weltberühmter Film aus den fünfziger Jahren. Sein Titel sollte nicht zum Vorbild bei der Berufswahl genommen werden. Deshalb gilt auch hier: Probieren geht über studieren! Ein Praktikum öffnet Türen in die Arbeitswelt.

Was es bringt, Zeit in ein Praktikum zu investieren

Sind Praktika verlorene Zeit? Denise Frahm kennt auf diese Frage nur eine Antwort: „Keinesfalls“. Nach ihrem Schulabschluss hat sie sieben Monate lang ein Langzeitpraktikum, eine sogenannte Einstiegsqualifizierung (EQ), als Industriemechanikerin auf einer Werft gemacht. Bereut hat sie es nicht. Und das nicht nur, weil sie in ihrem Betrieb im letzten September eine Ausbildung anfangen durfte. Denise hatte vor ihrem Langzeitpraktikum schon einmal eine Ausbildung sicher gehabt. Der Beruf habe damals zwar gepasst, aber zwischen ihr und der Firma habe es einfach nicht funktioniert, sagt sie. Deshalb hat Denise die Ausbildung abgebrochen. Damit ihr das nicht mehr passiert, hat Denise vor ihrer neuen Ausbildung die Einstiegqualifizierung gemacht. So hat sie nicht nur das angefangene Jahr sinnvoll überbrückt, sondern auch gleich ihren neuen Ausbildungsbetrieb kennengelernt.

Im Praktikum Interessen entdecken!

Auch, welche Tätigkeiten sie erwarten, hat Denise im Praktikum schon erfahren. Dabei hat sie auch die Leidenschaft für solche entdeckt, die sie dem Beruf Industriemechaniker nicht zugeordnet hätte, Drehen und Fräsen zum Beispiel. „In der Grundausbildung lernt man das auch. Das wusste ich nicht. Aber das gefällt mir sehr gut“, sagt sie. Außerdem ist sie seit der Einstiegsqualifizierung begeistert davon, an der „Hauptmaschine“ zu arbeiten: Zylinderköpfe raufzusetzen und festzuziehen oder Standwellen anzukurbeln. Alles Tätigkeiten, die sie im Praktikum zum ersten Mal gemacht hat.

Kann ich mit dem Beruf, kann der Beruf mit mir?

Wie wichtig es ist, ein Praktikum zu machen, kann auch Peter Segerer betonen. Er führt eine Confiserie und bildet Lehrlinge im Beruf „Konditor/in“ aus. Er hat schon oft gesehen, dass Praktikanten, die zu Hause gerne Kuchen gebacken haben, in der Backstube nicht zurecht kamen. „Das Backen zu Hause kann man eben mit der Arbeit in einem Geschäftsbetrieb überhaupt nicht vergleichen“, erklärt er. „Wenn man was den ganzen Tag macht, ist das was ganz anderes, als wenn ich zu Hause mal eine Stunde backe.“ Er rät deshalb Interessenten immer zu einem Praktikum. Am besten sollten sie gleich mehrere Praktika während der Schulzeit machen. Dabei kann man testen, ob man die Fähigkeiten besitzt, die der Beruf verlangt.

planet-beruf

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare