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Vor Gericht: Studentinnen setzen 31-Jährigen in Diskothek außer Gefecht - Freispruch

Erst Ohrfeige, dann Schlag mit der Flasche

Rinteln (maf). Nach einer Auseinandersetzung in einer Rintelner Diskothek ist eine 23-jährige Studentin jetzt vom Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen worden. Im Februar 2006 war die junge Frau in dem Lokal mit einem 31 Jahre alten Mann aneinandergeraten. Die Rangelei lief schließlich aus dem Ruder und endete in tumultartigen Szenen.

Vor knapp drei Jahren hielt sich die Angeklagte mit einer gleichaltrigen Freundin in der Diskothek auf. Dort verbrachten die beiden Studentinnen zunächst einen netten Abend. Nachts ging die Angeklagte zum Zigarettenautomaten, an dem ein 31-jähriger Gast stand. Irgendwie entwickelte sich ein Streit zwischen den beiden, in dessen Verlauf die angetrunkene junge Frau dem Mann eine Ohrfeige verpasste. Entgegen der Einlassung des Gastes und seinerBegleiter behauptete die Studentin jetzt vor Gericht, sie sei zuerst angegriffen worden. Ihre abseitsstehende Freundin wollte der Angeklagten helfen. Reflexartig schlug sie eine Flasche auf den Kopf des 31-Jährigen, der eine blutende Wunde erlitt. Unglücklicherweise traf sie außerdem einen unbeteiligten Besucher am Nasenbein. Die Freundin will dann von irgendjemandem zu Boden gezogen und auf den Rücken geschlagen worden sein. Wegen des Schlages mit der Flasche wurde auch gegen diese Freundin ermittelt. Das Verfahren ist inzwischen aber nach dem Täter-Opfer-Ausgleich eingestellt. Während der Vertreter der Staatsanwaltschaft für die Ohrfeige eine Geldstrafe von 500 Euro forderte, plädierte deren Verteidigerin auf Freispruch. "Wer zuerst wen angegriffen hat, ist nicht mehr zu klären", begründete sie. Richter Christian Rost entsprach diesem Antrag.

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