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Kyffhäuserkameradschaft Meinsen-Warber: Damenriege existiert seit 30 Jahren

"Erfolgreichstes Jahr der Schützen"

Meinsen-Warber (mig). Auf ein sportlich sehr erfolgreiches Jahr hat Ludwig Pohl bei der Jahreshauptversammlung der Kyffhäuserkameradschaft Meinsen-Warber zurückgeblickt. Ganz ungetrübt war die Freude über die guten Leistungen aber nicht - sogar Bundessieger seien nicht zur Ehrung nach Bückeburg eingeladen worden, monierte der Vorsitzende.

Die Damen der ersten Stunde: Seit 30 Jahren sind Inge Pohl, Anne

Dieser Kritik schloss sich auch Schießwart Achim Könemann an. Er fasste die überragenden Leistungen der Kyffhäuser in einem Satz zusammen: "Das war das erfolgreichste Jahr des Schießbetriebs." Vor allem beim Bundesvergleichsschießen, den deutschen Meisterschaften der Kyffhäuser, räumten die heimischen Schießsportler ab. Anlässlich der zentralen Siegerehrung der niedersächsischen Schützen in Hannover am 18. Februar werden die Schaumburger zehn Auszeichnungen entgegennehmen können - zwei mehr als im Jahr 2005. In seinem Jahresbericht machte Ludwig Pohl die Anwesenden dann auf ein weiteres Problem aufmerksam - die unausgewogene Mitgliederstruktur des Vereins. Um diese zu verbessern, wolle man 2007 ganz gezielt neue Kameraden werben. "Wir werden in diesem Jahr einen Tag der offenen Tür haben, der sich vor allem an die Adresse der Jugend und der Neubürger richtet", berichtete der Vorsitzende. In diesem Zusammenhang kritisierte Pohl auch den übergeordneten Landesverband der Gemeinschaft. "Wir haben zu viele Landesverbände, an die wir von unseren Beiträgen etliches abgeben müssen", sprach er von einem "Wasserkopf". Rudi Beier, Bürgermeister von Meinsen-Warber, stieß in seinem Grußwort ins gleiche Horn: "Es ist hanebüchen, dass rund 90 Prozent der Beiträge weggehen." Da seit inzwischen 30 Jahren auch weibliche Mitglieder aufgenommen werden, wurde dann die Damenriege entsprechend gewürdigt. "Eigentlich sind die Damen sogar schon länger dabei, aber im November 1977 wollten dann zehn Damen beitreten", erinnerte sich der zweite Vorsitzende Rainer Runge an den historischen Augenblick. Nach Rücksprache habe der damalige Vereinsobere Gerhard Marienfeld dann bei der nächsten Versammlung ganz stolz verkündet: "Wir haben 123 Mitglieder und zehn Damen." "Was wären wir ohne unsere Damen, wäre der Verein dann noch am Leben?", lobte Runge in seinem Schlusswort Inge Pohl, Annegret Schönefeld, Christa Runge und Erna Blaume - vier Damen der ersten Stunde. Ebenfalls ausgezeichnetwurden die Jubilare Ernst Beißner (40 Jahre ) und Heinz Wilharm (25 Jahre).

Ernst Beißner
  • Ernst Beißner
Heinz Wilharm
  • Heinz Wilharm
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