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Erfolgreich saniert: Rattenfängerhaus fast frei von Umweltgiften

Das Rattenfängerhaus ist weder im Staub noch in der Raumluft mit Schadstoffen mehr belastet.

Hameln (red). Das Bremer Umweltinstitut, das Ende letzten Jahres von der Stadt beauftragt worden war, die Belastung mit gesundheitsschädlichen Holzschutzmitteln im Rattenfängerhaus zu überprüfen, hat nun ein endgültiges Messergebnis vorgelegt. Danach gilt das Rattenfängerhaus als erfolgreich saniert.

Über Monate hinweg wurde im Rattenfängerhaus gemessen, saniert und wieder gemessen. Der Grund: Ende vergangenen Jahres waren in den Räumen erhöhte Belastungen mit Holzschutzmittelwirkstoffen (vor allem PCP und Lindan) festgestellt worden. Das Ergebnis der Kontrollmessung sorgt für Aufatmen bei der Stadt: Das Rattenfängerhaus gilt als erfolgreich saniert. „Die Räume können ohne Einschränkungen genutzt werden“, bestätigt das Umweltinstitut.

Lindan konnte lediglich noch in einer „geringen Belastung“ in einer Staubprobe aus dem Bereich der so genannten Stube „Zum Rattenfänger“ nachgewiesen werden. Bei der Bewertung der Staubbelastung müsse man jedoch berücksichtigen, dass Reinigungen im Vorfeld der Probenentnahme bewusst ausgesetzt worden seien, um analysierbare Staubmengen gewinnen zu können, betont das Umweltinstitut. Aufgrund der geringen oder sehr geringen Belastung seien „keine weiteren Maßnahmen erforderlich“, der Richtwert werde sogar „deutlich unterschritten“.

Im separaten Gastraum im Zwischengeschoss des Restaurants ermittelten die Gutachter eine „sehr geringe Belastung mit PCP“. Diese Belastung liegt nach Einschätzung des Bremer Umweltinstituts „im Rahmen einer auch häufiger vorkommenden Hintergrundbelastung“. Daher ergebe sich auch hier kein weiterer Handlungsbedarf.

In einer Staubprobe aus der Stube „Zum Rattenfänger“ sind die Gutachter auf eine „geringe bis deutliche Belastung mit PCP“ gestoßen. Eine Richtlinie schreibt in diesem Fall eine weitere Überprüfung der Luftkonzentration vor. „PCP konnte in der Raumluft jedoch nicht nachgewiesen werden, Handlungsbedarf besteht nicht“, lautet die Bewertung des Bremer Umweltinstituts.

„Leichte Restbelastungen“ mit Holzschutzmittelwirkstoffen in Luft oder Staub lassen sich nach Aussagen der Gutachter nach Sanierungen nie vollständig vermeiden. Sie empfehlen, die Räume regelmäßig zu lüften und zu reinigen, um eine mögliche geringe Belastung noch weiter zu reduzieren.

 

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