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Er kann sich ins gemachte Nest setzen

HACHMÜHLEN. So wenig, wie eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, genau so wenig macht ein einzelner Storch aus Hachmühlen ein Storchendorf. Aber: Probieren wollen es die Organisatoren des Hachmühler Tannenbaumfestes immerhin.

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Autor

Gerhard Honig Reporter

Voller Optimismus haben sie sich jetzt daran gemacht, die Bedingungen zu verbessern und eine Nisthilfe für Adebar gebaut. Als Standort stellte Ralf Flügge-Kranz einen Platz in einer hohen Erle am Rande seines Gartens zur Verfügung. Ein Hubsteiger wurde gemietet, denn es galt eine Menge Astwerk wegzusägen für eine Anflugschneise. Markus Thaler hatte in geschickter handwerklicher Manier einen wagenradähnlichen Nistplatz mit stabilen Stützen gebaut, mit Flechtwerk und Schreddermaterial ausstaffiert.

Aus der Vogelperspektive sieht der Nestrohbau schon einladend aus, ob der Storch das auch so sieht, weiß allerdings noch niemand. Auslöser dieser Naturschutzidee war ein einzelner Weißstorch, der sich schon im Vorjahr das Dorf als sein Wohnquartier ausgesucht hatte, auf den umliegenden Feldern und bachnahen Wiesen tagsüber seine Nahrung suchte und stets auf hohen Dachfirsten an unterschiedlichen Straßen übernachtete (wir berichteten).

Selbst den Umzug ins warme Afrika machte der Storch nicht mit und fand im milden Winter anscheinend genügend Nahrung zum Überleben. Nun hoffen alle, dass Adebar auf Partnersuche geht und Hachmühlen damit zum 800-jährigen Bestehen in der Nachbarschaft zur „hacmole“ um eine gefiederte Attraktion reicher macht.

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