weather-image
26°
Polizeipräsident Hans Wargel verabschiedet Gerhard Bogorinsky mit Helmut-Schmidt-Zitat

"Er hat seine Arbeit sehr anständig gemacht"

Rinteln (wm) . Seit gestern ist das Polizeikommissariat Rinteln zwar nicht führungslos, dafür sorgen Harald Groß als Leiter des Einsatz- und Streifendienstes und Uwe Steding als Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, aber ohne Kommissariatsleiter. Denn gestern Morgen ist Polizeichef Gerhard Bogorinsky nach fast 43 Dienstjahren, davon zwölf als Leiter des Polizeikommissariats Rinteln, im Alter von 60 Jahren von Polizeipräsident Hans Wargel aus Göttingen in den Ruhestand verabschiedet worden.

0000510235.jpg

Im Saal des Feuerwehrgerätehauses am Seetor waren bei der Abschiedsfeier neben der Polizeiprominenz, darunter der leitende Polizeidirektor Frank Kreykenbohm aus Nienburg und Kollegen, auch Partner wie die Straßenmeisterei, vertreten durch ihren Leiter Detlef Nagel, und die Feuerwehr, vertreten durch Stadtbrandmeister Friedel Garbe und den stellvertretenden Kreisbrandmeister Rainer Kuhlmann, anwesend. Polizeipräsident Wargel wie Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz und Bogorinskys Stellvertreter Harald Groß lobten die Qualitäten des scheidenden Polizeichefs. Er sei als "Amtsperson wie als Mensch" immer gradlinig, korrekt, pflichtbewusst, engagiert und dabei sogar noch "ein netter Kollege gewesen". Wargel fasste es in einen Satz: Bogorinsky sei dem "absoluten Idealtyp eines leitenden Beamten beängstigend nahe gekommen". Bogorinsky hörte die Lobesworte sichtlich mit Rührung und gestand, am Ende habe ihm am besten der Satz gefallen, den auch der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt anlässlich seines 90. Geburtstages jüngst für sich in Anspruch genommen habe und den Polizeipräsident Wargel zitiert hatte: "Er hat seine Arbeit sehr anständig gemacht." Wie es sich bei einem Abschied gehört, hatte Wagner in seine Rede die Stationen Bogorinskys im Niedersächsischen Polizeidienst aufgeführt, "eine makellose Karriere": Bogorinsky hat nach seinem Eintreten in den Polizeidienst in Bad Münder praktisch alle Dienstränge durchlaufen. Er war unter anderem in Hann. Münden, Ronnenberg,Hannover Land, Hameln und Schaumburg eingesetzt, so als Leiter des Innen- wie des Außendienstes, als Leiter einer Ausbildungsstaffel wie Sachbearbeiter für Disziplinarangelegenheiten und Führer einer Hundertschaft - eine Bandbreite von Tätigkeiten und Erfahrungen, die ihn letztlich für die Leitung des Polizeikommissariats befähigt habe. Bogorinksy gab manches Kompliment, das man ihm gemacht hatte, an seine Mitarbeiter zurück. Sie seien gemeinsam ein gutes, erfolgreiches Team gewesen "er würde sofort wieder anheuern". Polizeiarbeit sei eben keine "Plattform für Einzelkämpfer", Erfolg habe man nur im Team. Bürgermeister Buchholz konnte da nur zustimmen: In Krisen, wie bei den Konflikten mit der rechten Szene, habe die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei tadellos geklappt und den Erfolg gebracht. Ein großes Lob erfuhr auch die Feuerwehr, denen Bogorinsky gute Partnerschaft und professionelle Arbeit bescheinigte wie der Straßenmeisterei, die immer zur Stelle gewesen sei, wenn man sie gebraucht habe. Bogorinksy, der mit seiner Familie in Bad Münder lebt, will im Ruhestand nicht untätig bleiben. Stichworte diktierte der scheidende Polizeichef der Presse, der er übrigens eine faire Zusammenarbeit bestätigte, ins Notizbuch: Wandern, Radfahren und Musik machen - er spielt ein Flügelhorn, ein Instrument, auf dem man besonders viel übenmuss, will man es gut beherrschen.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare