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Solaranlage in Wülpke am Netz / Schaumburger machen mit

Eon aufs Dach gestiegen, um Strom zu erzeugen

Wülpke/Kleinenbremen (ly). Wenn es so weitergeht, schießen Bürger-Solaranlagen in Porta Westfalica bald wie Pilze aus dem Boden: Allein in Holzhausen laufen drei, in Wülpke jetzt die vierte, und demnächst folgt Veltheim.h

Anstoßen auf die Solaranlage (im Hintergrund): Eon-Prokurist Die

Dank starker Schaumburger Beteiligung ist Nummer vier, installiert auf dem Dach des Eon-Umspannwerkes im Wülpker Feld, kürzlich ans Netz gegangen und eingeweiht worden. Für Insider: Die gut 100 000 Euro teure Fotovoltaik-Anlage leistet 24,1 kWpeak. Für Laien: Das reicht, um vier bis sechs Einfamilienhäuser mit Strom aus Sonnenenergie zu versorgen. Hinter der Idee, durch CO2-Minderung einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und gleichzeitig auf Sicht Geld zu verdienen, steht die erste Solargemeinschaft für Kleinenbremen und Wülpke mit 25 Teilhabern. Diese haben Anteile im Wert zwischen 500 und 10 000 Euro gezeichnet. Das Geld gilt als sicher angelegt, in elf bis 14 Jahren sollen sich die Einlagen rentiert haben. Portas Bürgermeister Stephan Böhme hat sich, wie in Holzhausen, erneut beteiligt. "Auch mir gehört ein Teil dieser schönen Anlage", sagte er. Dass die Module auf dem Dach eines Eon-Umspannwerkes verlegt sind, zeigt aus Sicht Böhmes, dass von dem Unternehmen "in einem bestimmten Rahmen auch alternativeEnergieformen gewürdigt und unterstützt werden". Wülpke sei ein sogenannter "konventioneller Stützpunkt", von wo unter anderem Energie aus dem Veltheimer Kraftwerk verteilt werde, so Dieter Kaiser (Hameln), Prokurist bei Eon Westfalen Weser. In ganz Nordrhein-Westfalen sei dies das einzige Umspannwerk mit einer Solaranlage. Eher schleppend warübrigens das Interesse bei Kleinenbremer und Wülpker Einwohnern. Viele Teilhaber kämen aus dem Landkreis Schaumburg, wie Vorstand Fritz-Günther Dühring, der zusammen mit Ralf Brüggemann und Uwe Westermann die Geschäfte der Gesellschaft "KW-Solar-2008 GbR" führt, während der Einweihung erklärte. "Dies ist also ein länderübergreifender Prozess." Es sei ganz einfach, Menschen zu begeistern, meinte Friedrich Vogt, Vorsitzender des Bezirksausschusses, von dem die Initiative ausgegangen war. "Aber zum Zeichnen von Anteilen gehört dann etwas mehr." Für eine zweite Solargemeinschaft haben sich bisher noch nicht genug Interessenten gemeldet. Strom aus Bürger-Solaranlagen wird direkt ins örtliche Netz eingespeist und laut Gesetz 20 Jahre lang mit konstanten Sätzen vergütet. Aus dem Stromverkauf gibt es eine Rendite.

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