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Fünf Fußballregeln, die kaum einer kennt / Manchmal spielt der starke Wind eine große Rolle

Entscheidend is’ immer auf’m Platz…

Anwälte sind mit verschiedensten „Spielregeln“ bestens vertraut. Aber wie sieht’s im Fußball aus? Es gibt dort Regeln, die kaum einer kennt und die hier von der Deutschen Anwaltauskunft vorgestellt werden:

Aus dem Hintergrund könnte Rahn schießen:

Einen Strafstoß kennen Sie wahrscheinlich so: Ein Spieler legt sich den Ball zurecht, läuft an und schießt aufs Tor. Aber es geht auch anders. Unter Punkt 14 der offiziellen Regeln heißt es lapidar: „Aus einem Strafstoß kann ein Tor direkt erzielt werden.“ Und: „Der ausführende Spieler muss den Ball mit dem Fuß nach vorne treten.“ Es ist also theoretisch möglich, den Ball nur anzuticken und durch einen heranstürmenden Mitspieler abschießen zu lassen. Diese Variante macht den Treffer deutlich spektakulärer – leider aber auch viel unwahrscheinlicher.

Kein Abseits ist, wenn der Schiri nicht pfeift.

Die Regel, an der Fußballlaien immer wieder scheitern, erscheint im offiziellen Text banal: „Der Spieler befindet sich in einer Abseitsstellung, wenn er der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte Gegenspieler.“ Allerdings gilt eine weitgehend unbekannte Ausnahme: Erhält ein Spieler in entsprechender Position den Ball nach einem Einwurf, gibt es kein Abseits, und es kann ein reguläres Tor erzielt werden. Nach einem Abstoß oder Eckstoß übrigens auch.

Die Uhr hat 90 Minuten.

Je knapper der eigene Vorsprung und die verbleibende Spielzeit sind, desto nachdrücklicher versuchen die Fans der führenden Mannschaft, den Schiedsrichter zum abpfeifen der Partie zu bewegen. Um diesen Druck nicht noch zu erhöhen, wird im offiziellen WM-Reglement der Einsatz von Stadienuhren beschränkt. Diese sind in den Stadien nur zulässig, wenn sie am Ende jeder Halbzeit, nach der regulären Spielzeit von 45 beziehungsweise 90 Minuten, gestoppt werden.

Elf Meter gibt Handspiel im Strafraum.

Beim Strafstoß stehen sich mit Schütze und Torwart überall auf der Welt zwei einsame Duellanten im Strafraum gegenüber. Außer auf ein paar kleinen Inseln im Nordatlantik: Auf den Faröern gilt eine offizielle Ausnahmegenehmigung, die einen dritten Spieler beim Strafstoß zulässt. Er darf den Ball festhalten, um zu verhindern, dass dieser bei den ortsüblichen Windböen vom Elf-Meter-Punkt weht.

Entscheidend ist auf dem Platz. Oder daneben.

Wenn sich ein Spieler unsportlich verhält, kann er mit einer Karte verwarnt werden – allerdings nicht nur auf dem Spielfeld. Auch ein Spieler, der auf der Reservebank auf seinen Einsatz wartet oder bereits ausgewechselt wurde, kann noch eine gelbe oder rote Karte erhalten. Auch während der Halbzeitpause oder nach dem Schlusspfiff können die Akteure verwarnt oder des Feldes verwiesen werden – zum Beispiel, wenn sie zu intensiv mit dem Schiedsrichter über den Spielverlauf „diskutieren“. DAV

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