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Ideenwettbewerb sucht neue Konzepte auch an Schulen / Nienburg bringt "gute Projekte als Mitgift" ein / Regionalkonferenz im September

Energieregion Weserbergland - zwischen Biomasse und Sonnenkraft

Weserbergland (ul). Die Lenkungsgruppe der Regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland (REK) bündelt derzeit die vielfältigen Ansätze im Bereich Erneuerbarer Energien, die es derzeit schon in der Weserbergland-Region gibt und will sie zielstrebig ausbauen. Mit Blick auf die EU-Förderperiode 2007 bis 2013 soll die "Energieregion Weserbergland" eine zentrale Rolle einnehmen. Ein Workshop im Januar hatte das große Interesse der regionalen Wirtschaft erkennen lassen (wir berichteten).

Jetzt soll eine "Energieregion Weserbergland" entwickelt werden, bei der Biomasse den Schwerpunkt bilden kann. Der Bereich Solarenergie ist in das Konzept ebenso einbezogen wie Geothermie (Erdwärmenutzung). In einem gemeinsamen Raumordnungsverfahren soll ein Aktionsplan flächendeckend angelegt werden. Dazu wird die Verwaltung für verlässliche Planungsdaten und einheitliche Genehmigungsverfahren sorgen, versprachen die drei seit sechs Jahren im REK gemeinsam agierenden Landräte Heinz-Gerhard Schöttelndreier (Schaumburg), Rüdiger Butte (Hameln-Pyrmont) und Walter Waske (Holzminden). Auch der neu ins Boot gestiegene Landrat Heinrich Eggers aus Nienburg gab sich optimistisch: "Wir können einige wirklich gute Projekte und Initiativen - quasi als Mitgift - in die REK einbringen." Danach sind jene Betriebe gefordert, die als Ziel formuliert haben, zehn Prozent ihres aktuellen Energiebedarfs aus Erneuerbaren Energien schöpfen zu wollen. Gedacht ist unter anderem an Biogasanlagen, die für Landwirte und das Handwerk interessant werden können. Um sich nicht gegenseitig in die Quere zu kommen, die Aufgaben effektiv zu verteilen und möglichst viele gute Ideen und Konzepte verwirklichen zu können, hat die Lenkungsgruppe der REK die Aufgaben an die Kreise verteilt. Im Rahmen einer Regionalkonferenz sollen die Ergebnisse im September in Stolzenau vorgestellt werden. Angesichts vielfältiger vergleichbarer Initiativen auf nationaler und internationaler Ebene soll ein vom Landkreis Hameln-Pyrmont zu organisierende Ideenwettbewerb dazu beitragen, innovative, modellhafte Projekte kennen zu lernen, zu filtern und zu bündeln, um in den Genuss von EU-Fördergeldern zu kommen. Der Ideenwettbewerb verlangt Lösungsansätze für Grund- und Spitzenlast-Problematik. Modellhaft sollen Nahwärmenetze realisiert werden, mit dem Fokus Wohnen und ländlicher Raum. Gedacht wird auch an den Aufbau einer regionalen Biokraftstoff-Produktion. Dazu sammelt der Ideenwettbewerb verschiedene Anbieter- und Nutzerkonzepte. Das Thema Erneuerbare Energien soll über den Wettbewerb auch in die Schulen transportiert werden - als Unterrichtskonzept mit modellhaft technischen Lösungen. Ideenskizzen sind bis zum 15. Mai schriftlich bei der Geschäftsstelle der REK beim Landkreis Hameln-Pyrmont, Süntelstraße 9, 31785 Hameln unter dem Kennwort Energieregion einzureichen. Die Vorlage der Ideenskizze erfolgt formlos und soll keinesfalls mehr als fünf Seiten Beschreibung umfassen. Für die drei besten Vorschläge ist ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 5000 Euro ausgesetzt.

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