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Bilche beziehen neue Räume im Anna-Mensching-Haus / Platz für Almhütte, Kaba und Strandkorb

"Endlich wieder ein Dachüber dem Kopf"

Bückeburg (mig). Fleißig, fleißig: In rund 250 Stunden Arbeit haben die "Bilche" ihren neuen Bau fertiggestellt. Im Rahmen eines Festakts wurden die Räume im "Anna-Mensching-Haus" jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Frischlingsfeier in den neuen Räumen. Fotos: mig

"Endlich wieder ein Dachüber dem Kopf": Dieser Stoßseufzer war während der Einweihungsfeier von vielen Pfadfindern zu hören. Schon seit einiger Zeit waren die "Bilche" auf Wohnungssuche gewesen - fündig wurden sie jetzt im kirchlichen "Anna-Mensching-Haus", das in den unteren Etagen den "Diakonie-Pflegedienst Bückeburg" beherbergt. Anlässlich der Einweihung dankte Pfadfinder-Chef Stefan Specht deshalb vor allem seinen neuen Nachbarn, vertreten durch Geschäftsführer Dieter Weihmann und Pflegedienst-Leitung Elisabeth Stummeier: "Ich möchte mich für den ganzen Dreck und Lärm entschuldigen, den wir gemacht haben", meinte er mit Blick auf die zahlreichen Umbaumaßnahmen. Mit dem neuen Hauptquartier zeigte sich Specht mehr als zufrieden. "Wir haben hier eine wunderbare Plattform um unsere Arbeit fortzusetzen", betonte er. Der Leiter der Pfadfinder hob in seiner Ansprache auch die Arbeit der "Strickomis" (Strumpfverkauf), die Spendenbereitschaft derörtlichen Einzelhändler (Weihnachtsmarkt), sowie den Einsatz von Installateurmeister Günther Weber hervor: "Wenn eine Menge Bänker und ein Handwerker in der Pfadi-Leitung sind, muss der Handwerker das ausbaden", meinte Specht zu seinem Kollegen. Als Vertreter der Stadtkirche hielt anschließend Pastor Ingo Röder eine kurze Ansprache. "Ihr sollt eueres Bruders und eurer Schwester Hüter sein, Diakonie und Pfadfinder sollen zusammen auf die Schwächeren aufpassen", wies Röder auf Gemeinsamkeiten der beiden Organisationen hin. Als Gastgeschenk hatte der Pastor einen selbstgeschnitzten Engel "mit Klampfe" mitgebracht. "Der Engel erinnert daran, jeden Tag eine gute Tat zu tun", so Röder. An die Geschichte des "Anna-Mensching-Hauses" erinnerte Volker Preul, Vorsitzender der Mitgliederversammlung. "Die Familie Mensching hat dazu beigetragen, die Welt etwas besser zu machen, ihr wollt die Welt auch etwas besser machen", sagte Preul und hieß die Pfadfinder noch einmal ausdrücklich willkommen. Nach dem offiziellen Teil konnten die Gäste die neuen Räumlichkeiten selbst in Augenschein nehmen. Da den Pfadfindern die gesamte Etage überlassen wurde, steht jetzt genug Raum für verschiedene Aktivitäten zur Verfügung. So gibt es beispielsweise einen Werkraum (Almhütte), Entspannungs- und Gesellschaftsräume (Kaba), sowie einenSpielraum (Strandkorb).

Pastor Ingo Röder (links) überreicht Pfadfinder-Chef Stefan Spec
  • Pastor Ingo Röder (links) überreicht Pfadfinder-Chef Stefan Specht einen selbstgeschnitzten Engel mit Klampfe.
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