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Nach vier Jahren Planungszeit beginnt der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Heuerßen

Endlich

Heuerßen. „Was lange währt, wird endlich gut“ – seit dem Antrag der Heuerßer Feuerwehr auf ein neues Gerätehaus sind mittlerweile vier Jahre vergangen. Umso mehr hat sich Jens Schwedhelm, stellvertretender Samtgemeindebürgermeister, gestern auf den ersten symbolischen Spatenstich gefreut.

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Autor:

Kirsten Elschner

Gründe für die Verzögerung habe es viele gegeben, sagte Schwedhelm. Es habe immer wieder formale Probleme in Sachen Baugenehmigung und Co. gegeben. Damit ist jetzt Schluss: Seit Donnerstag liegt die Baugenehmigung vor, die Zusammenarbeit mit Behörden und Landeskirche (Grundstückseigentümer) war erfolgreich. Und damit die Heuerßer Feuerwehrmänner nicht noch länger auf ihr neues Heim warten müssen, sind die Bagger schon Anfang der Woche angerückt.

Das neue Feuerwehrgerätehaus entsteht an der Lindenstraße unmittelbar neben dem alten Gebäude, das im Vergleich zum Neubau wohl winzig wirken wird. Denn das künftige Gerätehaus ist mit 340 Quadratmetern fast siebenmal so groß. Es soll aus einer Halle, einem Sozialgebäude und zwölf Stellplätzen bestehen. Schwedhelm hofft, dass das Bauvorhaben Ende dieses Jahres abgeschlossen sein wird. Die 615 000 Euro, die der Neubau kostet, werden vollständig über Kredite finanziert. „Eine finanzielle Herausforderung“, aber der Schutz der Bürger durch die Feuerwehr sei es wert, betonte Schwedhelm in seiner Ansprache vor Vertretern aus Politik, Feuerwehr und Bauverantwortlichen. Das alte Gebäude weise erhebliche Mängel auf. Erst kürzlich habe es wieder einen Wasserschaden gegeben, erzählte Ortsbrandmeister Friedhelm Stahlhut.

Schwedhelm blickte auf mehr als 75 Jahre Feuerwehrgeschichte in Heuerßen zurück. 1969 „da gab es hier nur ein Fahrrad und ein Horn“. In den Siebzigern gründete sich offiziell die Freiwillige Feuerwehr Heuerßen, 1996 kam die Jugendfeuerwehr dazu. Nach und nach wurden neue Fahrzeuge angeschafft, und der Platzbedarf stieg.

Als Nächstes sei nun wohl ein neues Feuerwehrhaus in Lüdersfeld dran, so Schwedhelm. Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht. Was weitere Feuerwehren betrifft, müsse man in Zukunft auch an die Zusammenlegung einzelner Wehren denken.

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