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Empörung über RCDS-Papier

Landkreis (rd) . "Wir distanzieren uns klar vom Thesen-Papier und denÄußerungen von Gottfried Ludewig!" Mit diesen Worten reagiert der CDU-Kreisvorsitzende Klaus-Dieter Drewes gestern in einer Pressenotiz empört auf das Thesen-Papier des Bundesvorsitzenden des CDU-nahen Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), Gottfried Ludewig und den aus seinen Aussagen entstandenen Veröffentlichungen.

In dem Thesen-Papier, das Ludewig an alle Bundesvereinigungen der CDU verschickt hatte, wirbt er u.a. durch die Forderungen nach einem eingeschränkten Wahlrecht für Rentner und Empfänger staatlicher Transferleistungen für eine politische Grundsatzdiskussion. Weiter fordert er da rin, dass diejenigen, die den deutschen Wohlfahrtsstaat finanzieren und stützen, in diesem Land wieder mehr Einfluss bekommen müssen - allein mit Hartz-IV-Beziehern und Rentnern könne der soziale Ausgleich nicht funktionieren, so Ludewig. "Herr Ludewig ist aus meiner Sicht noch nicht reif genug, um den Vorsitz eines wirklichen politischen Amtes auszuführen", so Drewes. "Ihm ist wohl entgangen, dass gerade die jetzigen Rentner die Ausbildungs- und Studienplätze - auch seinen eigenen - mitfinanziert haben und dies über Mehrwertsteuer, Versicherungssteuern etc. auch weiterhin tun!" Es sei "sehr bedauerlich, dass jemand, der mal ein hohes politisches Amt anstrebt", auf diese Art und Weise einen Generationenkonflikt in Gang setze.

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