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"Die weiße Rose" in einer Inszenierung des Ernst-Deutsch-Theaters in Bückeburg

Emotions- und sprachgewaltiges Drama

Bückeburg (um) . Erst vor kurzem hat der Film "Sophie Scholl" ein breites Publikum beeindruckt. Zivilcourage in dunkler Zeit: das ist auch das Thema des Schauspiels "Die Weiße Rose", das am Sonntag, 19. März, in einer Inszenierung des Ernst-Deutsch-Theaters Hamburg im Rathaussaal aufgeführt wird. Beginn ist um 20 Uhr.

Die letzten Lebenstage der Geschwister Scholl: Das Schauspiel "D

In ihrem Theaterstück "Die Weiße Rose" versucht die Autorin Lillian Groag die letzten Lebenstage der Geschwister Sophie und Hans Scholl zu rekonstruieren. Es beginnt am Tage ihrer Verhaftung am 18. Februar 1943 im Gestapo-Gefängnis Wittelsbacher Palais in München. Sophie und Hans Scholl werden dem Kriminalobersekretär der Gestapo Robert Mohr zum Verhör vorgeführt. Man klagt sie an, staatsfeindliche Flugblätter gegen den Führer verbreitet zu haben. Mohr, der die Absurdität der Anklage erkennt, versucht, das Verfahren als Lappalie darzustellen, um die Geschwister Scholl zu entlasten. Er muss am Ende erkennen, dass er selbst Gefangener des nationalsozialistischen Systems ist. Auch er kann die Verurteilung nicht verhindern. Die Geschwister Scholl werden am 22. Februar 1943 hingerichtet. Das Theaterstück der in Argentinien geborenen Autorin Lillian Groag, die heute in den Vereinigten Staaten lebt, wurde 1991 in San Diego uraufgeführt und erlebte seine deutschsprachige Erstaufführung 2000 am Jungen Theater in Bonn. Es handelt sich also um eine Art von "Re-Import", was den Stoff angeht, aber der fremde Blick der Autorin verbindet sich mit sehr genauer Recherche. Herausgekommen ist dabei ein Stück, das keineswegs nur dokumentarisches Theater bietet, sondern ein emotions- und sprachgewaltiges Charakterdrama zeigt. Karten für das Schauspiel sind beim Kulturverein (in der Tourist-Info) am Marktplatz erhältlich; Telefonnummer: (0 57 22) 36 10.

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