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Heimatverein und Berufsschüler bauen Dach für Eisenhammer

Eiserner Methusalem bekommt neuen Unterstand

Exten (who). Die ehrenamtlichen Helfer vom Heimatverein Exten machen den "Unteren Eisenhammer" an der Ossenbeeke Schritt für Schritt zu einem Schmuckstück. Die ehemalige Kretzersche Hammerschmiede wird dabei zum begehbaren Industrie-Denkmal. Jetzt hat die mächtige Uralt-Eisenschere draußen neben dem Gebäude ein neues Schutzdach bekommen.

"Das alte Eternit-Dach war schon seit längerer Zeit nicht mehr in Ordnung und musste dringend ersetzt werden, um die Maschine aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts vor der Verwitterung zu schützen", erklärt Horst Vöge vom Heimatverein. Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz sei bei einer Ortsbesichtigung auf das Problem aufmerksam geworden und habe für die Dach-Erneuerung die Kooperation mit dem Rintelner Berufsschulzentrum angeregt. Das Ergebnis ist eine solide Holzkonstruktion aus fachmännisch verzapften Balken nach klassischer Zimmermannsart. Schüler des Berufsgrundbildungsjahres Holz haben das Dach unter Anleitung ihres Lehrers Karl-Heinz-Strecker als Projekt im praktischen Unterricht selber gebaut und an Ort und Stelle aufgerichtet. Das Projekt wurde einmal mehr nach dem bewährten "Rintelner Modell" abgewickelt: Die Vereine stellen die Arbeiter und die Stadt zahlt das Material. Die Variante war hierbei nur, dass der größte Teil der Arbeiten auf das Konto der Berufsschüler geht. Der Heimatverein hat mit Horst Vöge seinen eigenen Konstrukteur und Bauleiter gestelltund wird sich um die Restarbeiten kümmern. Während sich jetzt sichtbar auch draußen am alten Eisenhammer etwas bewegt, geht's drinnen kontinuierlich weiter. Horst Vöge zeigt dazu den früheren "Aufstielraum", in dem die Spaten und Hacken aus der Hammerschmiede ihre Stiele bekommen haben. Der Raum wird gerade zu einem Vortrags- und Ausstellungsraum hergerichtet. Dabei sollen die geschwärzten Wände in ihrem Zustand verbleiben und weiterhin den Hauch von rohem Eisen ausatmen und die frühere Arbeitsatmosphäre spüren lassen.

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