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Einzelhandel fordert zügige Erneuerung der Fußgängerzone

Hameln (ni). „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“. Geschäftsleuten ist dieser Spruch geläufig; Holger Wellner schreibt ihn den Gegnern einer Neugestaltung der Hamelner Fußgängerzone ins Stammbuch. Je länger die Debatte um das Für und Wider dieses Projektes andauert, umso mehr verstärkt sich bei dem Vorsitzenden des örtlichen Einzelhandelsverbandes das ungute Gefühl, „dass viele Hamelner den Vorsprung der anderen Städte gar nicht wahrnehmen und den Zustand ihrer eigenen auch nicht“.
 Das Bekenntnis des Verbandes zur Erneuerung von Osterstraße, Bäckerstraße und Pferdemarkt fällt eindeutig aus. Unabhängig von unterschiedlichen Auffassungen über Details der Gestaltung, so Wellner „ist es uns wichtig, nicht die gesamte Umsetzung zu gefährden“. Die zugesagten Fördermittel in Höhe von zwei Millionen Euro dürften unter keinen Umständen aufs Spiel gesetzt werden. Und statt sich weiter in kontroversen Diskussionen zu verzetteln, wünschte er sich, „schnell den gemeinsamen Nenner in der Detailplanung herauszuarbeiten und zügig mit der Umsetzung zu beginnen“.
 Nur eine Sanierung der mehr als 30 Jahren alten Fußgängerzone „macht die Stadt langfristig stark“, ist Wellner überzeugt. Zumal der Wettbewerb im Einzelhandel schon lange nicht mehr primär unter den Kollegen am Ort stattfinde, sondern vor allem „zwischen den Städten“.
 Hannover habe mit der Ernst-August-Galerie einen starken Magneten, aber auch Hildesheim und Minden polierten kräftig an ihrem Image als attraktive Einkaufsstadt. Minden investiere gerade viel Geld in eine neue Fußgängerzone, andere Kommunen hätten das schon hinter sich. Nur in Hameln seien offenbar viele Menschen entschlossen, lieber auf der Stelle zu treten. Über kurz oder lang werde das Kunden aus der Stadt vergraulen. Denn der mobile Konsument kaufe dort ein,, wo es ihm am besten gefällt; wo er freundlichen Service und ein gepflegtes städtisches Ambiente vorfindet. Für Letzteres „ist die Modernisierung unserer Fußgängerzone ein ganz wichtiger Beitrag“, so Wellner.

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