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Vogelgrippe: Landkreis-Krisenstab spielt verschiedene Szenarien durch

"Einsatz-Sets" für alle Gemeinden

Landkreis (crs). Auch wenn wenig an dieÖffentlichkeit dringt: Das Thema Vogelgrippe beschäftigt den Landkreis rund um die Uhr. Erst gestern hat der "Krisenstab" bei einer logistischen Übung im Kreishaus alle denkbaren Szenarien durchgespielt - von der Infektion eines einzelnen Wildvogels über mehrere H5N1-kranke Vögel bis hin zum Auftreten des Virus in Geflügelgroßbeständen. "Wir wollen auf alle Fälle vorbereitet sein", sagt Landkreis-Pressesprecher Klaus Heimann.

Aus diesem Grund ist auch der Katastrophenschutzplan des Landkreises unter Federführung von Kreisveterinär Dr. Hubertus Even auf den Ernstfall Vogelgrippe konkretisiert worden. Herausgekommen ist ein übersichtliches Konzept, das Schritt für Schritt die Vorgehensweise der Einsatzkräfte festlegt. Bis ins letzte Detail: Selbst über Tötungsformen von Geflügel haben sich dieMitglieder des Einsatzstabes verständigt - und die ausreichende Lieferung von CO 2 sichergestellt. Volles Haus hatte der Landkreis außerdem bei einem Arbeitstreffen in der vergangenen Woche: Stadt- und Gemeindebrandmeister, Vertreter sämtlicher Kommunen sowie von THW, DRK-Kreisbereitschaft, Polizeiinspektion, Jägerschaft, Forstamt und Landvolk kamen im Kreishaus zusammen, um die Vorgehensweise für den Fall der Fälle abzustimmen. Rund hundert "Einsatz-Sets" hat der Landkreis dabei an die Gemeinden ausgegeben. Darin sind Mundschutz, Handschuhe, Einmal-Overalls und Überziehstiefel, außerdem Beutel für tote Vögel - "wie man es aus dem Fernsehen kennt", erläutert Heimann. Gedacht sind die Sets für die Einsatzkräfte von Bauhof und Feuerwehr, die im Ernstfall in Kontakt mit toten Vögeln kommen würden. Dieser Ernstfall ist derzeit nicht abzusehen: Laufend geben die Kreisveterinäre Vögel zur Untersuchung, rund 30 Proben bislang. Erst gestern seien wieder vier Ergebnisse zurückgekommen, berichtet Heimann: "Alle negativ."

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