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CDU-Fraktionschef sieht in Schul-Nachnutzungsantrag der SPD gute Ansätze – will aber weiter gehen

Einecke bringt „große Lösung“ ins Spiel

Bad Münder (jhr). „Lobenswert, aber noch viel zu kurz gedacht“ – CDU-Fraktionschef Harald Einecke sieht im Vorstoß des SPD-Ortsvereins zur Diskussion einer Nachfolgenutzung der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schulgebäude viele richtige Ansätze. Aber: Seiner Auffassung nach müssten für eine wirklich „gute und praktikable Lösung“ die Vorschläge noch erweitert werden.


Einecke schreckt dabei nicht davor zurück, auch an einem Tabu zu rütteln: Der Verkauf von Steinhof und Rathaus war bislang lediglich hinter vorgehaltener Hand angesprochen worden. Nach Auffassung des CDU-Chefs kann aber gerade durch die Trennung von den beiden städtischen Verwaltungsgebäuden der Schritt zu einem wirklich erfolgreichen Vorhaben am HWK-Standort Wallstraße gegangen werden. Der Verkauf der beiden Immobilien könnte zur Finanzierung verwendet werden, die Verwaltung zentral in nur einem Gebäudekomplex, der Schule, untergebracht werden. Nach Auffassung des Landkreises kommt für die Nachnutzung des kreiseigenen Schulgebäudes nur eine Lösung in Betracht, die den Landkreis nicht finanziell belastet.

Der SPD-Ortsverein hatte als Nachnutzungsvorschlag für die HWK ein „öffentliches Freizeit- und Generationenzentrum“ vorgeschlagen und bereits die Integration eines städtischen Bürgerbüros angedacht. Spätestens 2014 werden, so der Ansatz der Sozialdemokraten, die Räume an der Wallstraße nicht mehr schulisch genutzt. Einecke kann sich vorstellen, die gesamte Verwaltung am Standort unterzubringen, zudem Jugendmusikschule, VHS und anderen Einrichtungen Räume anzubieten – wie es bereits im SPD-Vorschlag anklingt. „Der Vorschlag ist lobenswert, wir sollten darüber nachdenken und die Anregung aufnehmen – aber auch über die große Lösung“, sagt Einecke.

Im Zusammenhang mit dem Vorschlag des SPD-Ortsvereins erinnert proBürger-Vorsitzender Helmuth Mönkeberg auch an den Vorstoß seiner Partei zur HWK-Nachnutzung. Bereits vor einem Jahr hatte er zwei Varianten ins Spiel gebracht: Die Nachnutzung als Verwaltungssitz mit Ausbau zum Kultur- und Kommunikationszentrum und Integration von Vereinen sowie die Verlagerung der Grundschule an den Standort Wallstraße. Beide Vorschläge waren damals vom Ortsrat aber nicht diskutiert worden.

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