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Messstation steht in Beber am Sportlatz

Eine Sonde misst die Radioaktivität

Beber (jhr). In Japan helfen sich die Menschen auf ganz ungewöhnliche Art aus dem Dilemma fehlender Informationen zur Strahlenbelastung. Sie richten Webcams auf Geigerzähler, sodass über das Internet die Radioaktivität in einzelnen Regionen öffentlich wird. In Deutschland sind Informationen zur aktuellen Strahlenbelastung sehr viel einfacher abrufbar: Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) verfügt über ein flächendeckendes Netz von Messstationen in Deutschland, die die Radioaktivität messen. Auch in Beber steht so eine Messstation, deren Daten jederzeit im Internet (http://odlinfo.bfs.de) abgerufen werden können – eine unscheinbare graue Sonde direkt am Spielfeldrand des örtlichen Fußballplatzes. Maßgeblicher Richtwert ist die ODL, die Ortsdosisleistung. Das System liefert seine Daten an das IMIS, das „Integrierte Mess- und Informations-System zur Überwachung der Umweltradioaktivität“, das nach der Reaktor-Katastrophe im ukrainischen Tschernobyl 1986 eingerichtet wurde.

Eine unscheinbare Röhre auf einem Pfeiler direkt am Spielfeldrand: die Messsonde in Beber.

In der aktuellen Debatte, ob die Kernkraftwerke kürzer als geplant laufen sollen, hatte die NDZ ihre Leser unter www.ndz.de gefragt, ob die Entwicklung in Japan ihre Haltung zur Atomkraft beeinflusst. 190 Leser beteiligten sich, 26 Prozent erklärten „Ja, ich bin jetzt für den Ausstieg.“ Für „Nein, ich habe Atomkraft schon immer abgelehnt“ entschieden sich 39 Prozent der Leser, für „Nein, ich bin nach wie vor für Atomkraft“ entschieden sich 35 Prozent der Leser.

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