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Am Sonnabend wird die neue Aksa-Moschee an der Enzer Straße eröffnet / Jeder herzlich eingeladen

"Eine religiöse Einrichtung für alle Bürger"

Stadthagen (sk). Der Türkisch-Islamische Kulturverein in Stadthagen eröffnet am Sonnabend um 11 Uhr die neue Aksa-Moschee an der Enzer Straße. Zur Eröffnungsfeier ist ausdrücklich jedermann herzlich willkommen. Erwartet wird auch die niedersächsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann.

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Das neue Gemeindezen trum ist im ehemaligen Betriebsgebäude der Autospedition Richard Lawson (vormals Homeier) entstanden und soll als "eine Stadthäger Einrichtung offen sein für alle Bürger", betonte Ali Ünlü, Vorsitzender des Kulturvereins, im Pressegespräch. Ünlü, betonte, dass zur Moschee-Eröffnung jedermann herzlich willkommen ist. Durch Fenster im ersten Stock glitzerte am Mittwochabend erstmals der kristallene Leuchter des Gebetsraumes, Herzstück der Moschee. Mehr als einen Zentner wiegt der prächtige Lüster, den mehrere Männer langsam in die Kuppel hochzogen und auf die richtige Höhe justierten. Der Leuchter ist in der Türkei erworben worden, ebenso wie das gesamte aus Kastanienholz gefertigte und mit prächtigen Schnitzereien versehene sakrale Interieur des Gottesdienstraumes: die Gebetsnische, bereits ausgerichtet nach Mekka, die Gebetskanzel, die nur an Freitagen und besonderen Feiertagen vom Vorbeter bestiegen wird, die Predigtkanzel und der erhöhte Bereich für den Gebetsrufer. Neben diesem 208 Quadratmeter großen Raum erhalten die Frauen ihren Andachtsbereich. Darüber hinaus bietet das ehemalige Firmengebäude auf 1200 Quadratmetern zahlreiche Räume, Teeküchen, sanitäre Anlagen - unter anderem für die rituellen Waschungen -, ein Zimmer für die Schuhe, die die Gläubigen beim Betreten des Gottesdienstraumes ausziehen, ein Seelsorgerzimmer für den Vorbeter, Aufenthaltsräume sowie mehrere Schulungsräume. Vor allem für die Arbeit im Kinder-, Jugend-, und Frauenbereich habe man mehr Platz benötigt als die alte Moschee an der Lauenhäger Straße geboten hat, führte Ünlü aus. Darum war seit drei Jahren ein neues Gebäude gesucht worden. Letztlich habe man mit dem Speditionsgebäude an der Enzer Straße eine Immobilie gefunden, die der Verein und die Gremien der Stadt gleichermaßen befürwortet haben, berichtete der Vorsitzende weiter. Keinesfalls habe man in einem versteckten Winkel der Stadt eine Hinterhof-Moschee beziehen wollen, sagteÜnlü. Gelegen an der Hauptstraße sei die neue Moschee offen und für jedermann zugänglich. Für 440 000 Euro hat der Verein Grundstück und Gebäude gekauft. Die Renovierungs- und Umbaumaßnahmen begannen im März und erfolgten zu 80 Prozent in Eigenleistung. In der morgigen Wochenendbeilage "Feierabend"äußern sich anläßlich der Moschee-Eröffnung in Stadthagen ausführlich zum Thema Moschee-Neubau und interreligiöser Dialog unter anderem: der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle, Landesrabbiner Jonah Sievers und Landesbischof Jürgen Johannesdotter.

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