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Überlegungen für ein Zusammengehen mit Springe, Eldagsen und Lauenau / „Problemfall“ Fuhrmann

Eine Regionalschau für das Deister-Sünteltal

Bad Münder (mf). Innerhalb der Wirtschaftsvereinigung (WV) mehren sich die Stimmen, die anstelle einer lokalen Wirtschaftsschau eine Regionalschau fordern. Bad Münder solle dazu den Schulterschluss mit den Nachbargemeinden suchen.


Neben Bürgermeisterin Silvia Nieber gilt insbesondere Ex-Vorsitzender Peter Nehmann als Verfechter einer solchen großen Lösung. Er selbst habe in seiner Amtszeit bereits erste Sondierungsgespräche geführt, unter anderem mit dem Werbe- und Informationsring Springe (WIR), sagt er. Nehmann hält es für denkbar, auch die Werbegemeinschaft Eldagsen einzubinden und darüber hinaus die Fühler in Richtung Lauenau auszustrecken. „Am Ende könnte eine Regionalschau Deister-Sünteltal dabei herauskommen“, stimmt ihm WV-Schatzmeister Heinrich Dreyer zu.

Veranstaltungsort, so die Idee, könne in einem jährlichen Rotationsverfahren jeweils eine der beteiligten Gemeinden sein. „Es kann nicht sein, dass wir uns gegenseitig die Kunden abspenstig machen“, warnt Dreyer. Nehmann kann sich sogar vorstellen, als Ausstellergemeinschaft über die regionale Wirtschaftsschau hinaus auch kleinere Fachmessen auf die Beine zu stellen.

Problematisch könnten indes Planung und Abwicklung sein. „Schon jetzt stoßen wir mit der ehrenamtlichen Organisation an unsere Grenzen“, weiß Dreyer. Eine noch größere Wirtschaftsschau ließe sich ohne Unterstützung Dritter wohl kaum mehr realisieren.

In der Vergangenheit hatte sich die Wirtschaftsvereinigung Hilfe bei Projektmanager Detlef Fuhrmann geholt. Im Herbst 2009 kam es zum Bruch. Seitdem gehen beiden Parteien getrennte Wege. Fuhrmann hatte ein Jahr zuvor bereits zusätzlich bei der Springer Kaufmannschaft angeheuert und dort – durchaus erfolgreich – eine Schau im Auftrag des WIR organisiert. Anfang September soll in der Nachbarstadt die zweite Auflage unter seiner Regie starten.

Dass Fuhrmann infolge einer Kooperation zwischen Springe und Bad Münder bald wieder als Messeplaner in die Kurstadt zurückkehren könnte, hält der WV-Vorstand derzeit für nicht denkbar. Im Gegenteil: Noch in der jüngsten Mitgliederversammlung beklagte Michael Engel als Sprecher des Arbeitskreises Einzelhandel rückblickend sogar einen „Imageschaden“, den der Verein durch Fuhrmanns Agieren erlitten habe. „Das Vertrauen ist weg. Viele unserer Mitglieder haben schlechte Erfahrungen gemacht und würden sich an einer Wirtschaftsschau nicht mehr beteiligen, wenn Herr Fuhrmann sie organisiert“, steht für Engel fest.

Auch Dreyer hält es derzeit für ausgeschlossen, die Zusammenarbeit mit Fuhrmann wieder aufleben zu lassen. Man müsse dann eben nach einer anderen Lösung suchen. Keinesfalls dürfe das Projekt Regionalschau nur an einer einzigen Personalie scheitern, meint auch Ex-WV-Chef Nehmann.

In seiner Mitgliederversammlung Ende Mai hatte der Verein einen Grundsatzbeschluss gefasst: Danach soll es auch im Jahr 2011 wieder eine Wirtschaftsschau in Bad Münder geben. Die Durchführung will der Vorstand nach der Trennung von Fuhrmann selbst in die Hand nehmen.

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