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Stefanie Kirsch sammelt Playmobil-Figuren - und zeigt sie auch

Eine kleine Welt ganz groß

Obernkirchen (rnk). Vor ein paar Tagen, Stefanie Kirsch war gerade beim Aufstellen ihrer kleinen bunten Männer und Frauen, ist ein Mann hereingekommen und hat gefragt, ob hier in der Neumarktstraße ein neues Geschäft für Spielzeugfiguren eröffnen würde. Nein, hat Stefanie Kirsch geantwortet, das alles wird nur aus Spaß an der Freude ausgestellt.

Die Liebe zum Großen und Ganzen zeigt sich im Detail: Auf dem Ba

Aber ein eigenes Geschäft mit ihren Figuren eröffnen, das könnte sie wohl. Genug hat sie jedenfalls, wie in der Bergstadt in den letzten Jahren in diversen Fenstern zu bestaunen war. Da gab es ein Feriencamp, einen Reiterhof, ein Weihnachtsfenster, einen Zirkus, eine IGS und ein Krankenhaus am Rande der Stadt, einen Großbrand und jetzt in der Neumarktstraße, gegenüber der Rosen-Apotheke, ein Villenviertel. So hat es vielleicht einmal in der Bergstadt ausgesehen: flanierende Paare unter dem Sonnenschirm, ein paar Arbeiter, Tiere, Litfaßsäulen und Straßenlaternen. Kurzum: Bei Kirsch dreht sich alles um eine7,5 Zentimeter große Spielfigur aus Kunststoff. Hände, Arme und Beine sowie der Kopf lassen sich bewegen oder drehen. An die Hände können zudem Accessoires wie Werkzeuge und Waffen angesteckt werden. Die Faszination, die diese Figuren und ihre Fantasiewelt auf sie ausüben, kann Stefanie Kirsch nicht erklären, aber sie hat längst übergegriffen in ihrer Familie: Tochter Melina packt mit ihren acht Jahren bei Aufbau ebenso an wie Mutter Hannelore Grundke. Mit dem Sammeln hat sie begonnen, als Tochter Melina unterwegs war. Und weil das Hobby nicht gerade billig ist, ist sie im Laufe der Jahre zu einer begeisterten Besucherin von Kinderbasaren und Hobby-Flohmärkten geworden. "Ebay ist heute schon zu teuer", erzählt sie, während sie auf dem Balkon der hochherrschaftlichen Villa den Tannenbaum richtet. Ein anderes Problem ist der fehlende Platz. Zuhause, da steht der Keller schon seit langem voll, auch der Vorboden hat keinen Stauraum mehr, selbst dieBadewanne im Tochterbadezimmer muss zuweilen als Aufbewahrungsort für Kartons voller Playmobil-Figuren dienen. Und, gibt es weitere Playmobil-Pläne? "Ja" sagt Stefanie Kirsch: "Einen großen Bauernhof und natürlich ein Schwimmbad." Überdacht? "Ja, natürlich, richtig überdacht." Kann gut sein, dass sie hier, wie bei ihrer IGS und dem Krankenhaus, erneut im Kleinen vorwegnimmt, was im Großen noch kommen könnte

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