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Kosten bei Erschließung aufgefangen

Eine halbe Million Euro mehr an Gewerbesteuern

Helpsen (gus). Die Gemeinde Helpsen hat 500 000 Euro mehr an Gewerbesteuern eingenommen als geplant. Auf 1,6 Millionen Euro beläuft sich die Gesamtsumme. Kein Wunder, dass der Nachtragshaushalt, dessen Teil die erfreulichen Zahlen sind, vom Gemeinderat einstimmig durchgewunken worden ist.

Während der Tagesordnungspunkt "Nachtragshaushalt" in anderen kommunalen Gremien eher Ungemach erzeugt, war der Vortrag von Bürgermeister Adolf Neitsch im Helpser Rat ein freudiges Ereignis. Um gut 560 000 Euro gegenüber den Erwartungen bei der Etatverabschiedung im Frühjahr sind die Einnahmen im Verwaltungshaushalt angewachsen. Statt knapp 2,44 Millionen umfasst der Plan per Nachtrag nun fast genau drei Millionen Euro. Die Mehreinnahmen sind zuvorderst mit dem größeren Steueraufkommen zu begründen. Die halbe Million Euro mehr an Gewerbesteuern bedeutet zwar auch eine um 120 000 Euro steigende Gewerbesteuerumlage. Allerdings ist auch die Einkommensteuereinnahme mit 560 000 um 38 000 Euro höher ausgefallen als erwartet. Unterm Strich schließt der Plan der Allgemeinen Finanzwirtschaft mit einem Überschuss von 921 400 Euro. Erwartet war ein Plus von 464 400 Euro. Mehrausgaben hat es im Verwaltungshaushalt auch gegeben - allerdings vergleichsweise geringe. Das Kindergartenpersonal ist beispielsweise wegen der Erweiterung des Betreuungsangebotes um 59 000 teurer geworden. Eine Mindereinnahme von 19 000 Euro verzeichnet die Gemeinde aus den Konzessionsabgaben des Energieversorgers E.on. Dennoch bleibt im Verwaltungshaushalt einÜberschuss von 742 200 Euro. Erwartet wurden 404 500 Euro. Diese freie Spitze wird als Einnahme im Vermögenshaushalt verbucht. Folglich konnte die Gemeinde kräftig investieren. Und das war auch nötig. 200 000 Euro an Erschließungskosten für das Baugebiet "Am Bruche" sind unerwarteterweise bereits in 2008 angefallen. Für den Ausbau von Spielplätzen gab die Kommune 80 000 und damit 30 000 Euro mehr aus als im Etat veranschlagt. Für Straßenbauarbeiten mussten statt 70 000 gleich 90 000 Euro berappt werden. Baumaßnahmen am Kindergarten fielen um 5000 Euro teurer aus. Für den geplanten Bau einer Krippe sind im Nachtragsetat 10 000 Euro aufgenommen worden. Trotz der Mehrausgaben schließt auch der Vermögenshaushalt im Plus. Der Überschuss beträgt 144 400 Euro und wird den Rücklagen zugeführt. Die Kommentare zum Zahlenwerk fielen ausschließlich positiv aus. Möglichem Jubel beugte Neitsch indes vor: Der Haushalt 2009 werde keineswegs genauso positiv ausfallen, kündigte er an.

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