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So werden Rückenleiden mit TCM behandelt

Eine Alternative kommt aus China

Rückenschmerzen beeinträchtigen im Alltag: Um den Aufgaben dennoch nachzugehen, nehmen viele über lange Zeiträume Schmerzmedikamente ein. Damit betäuben sie zwar kurzzeitig die Symptome, schädigen aber Körper und Geist auf lange Sicht.

Akupunktur löst Spannungszustände und belebt erschlaffte Muskeln. Foto: Klinik am Steigerwald

Rückenschmerzen beeinträchtigen im Alltag: Um den Aufgaben dennoch nachzugehen, nehmen viele über lange Zeiträume Schmerzmedikamente ein. Damit betäuben sie zwar kurzzeitig die Symptome, schädigen aber Körper und Geist auf lange Sicht. Eine Alternative besteht dagegen in der Behandlung mit Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM). Schmerzlindernde Verfahren und chinesische Arzneien sorgen für langfristige Besserung – und vermeiden oftmals auch gefürchtete Operationen.

70 Prozent der Rückenschmerzpatienten profitieren deutlich von einer Behandlung mit chinesischer Medizin“, sagt Dr. Christian Schmincke, TCM-Experte und ärztlicher Leiter der Klinik am Steigerwald. „TCM macht die Rückenerkrankung nicht nur an Röntgenbildern fest. Viel entscheidender sind Gewebebeschaffenheit und Stoffwechselvorgänge inklusive ihrer Ausscheidungsprozesse“, erklärt Dr. Schmincke. Am Anfang schwerer Rückenschmerzen stehen oft problematische Infektverläufe, deren Anfänge bis in die Kindheit zurückreichen. Unumgänglich ist daher eine ausführliche Anamnese im Vorfeld der Therapie. TCM-Experten interessieren sich auch für die subjektiven Seiten der Krankheit wie Schlafverhalten, Essgewohnheiten und seelisches Befinden. Bei der Diagnose helfen Puls- und Zungenuntersuchungen, feinste Körpersignale zu erkennen.

Stehen Krankheitsursachen fest, beginnt die individuelle Behandlung. „Bei Rückenerkrankungen sind Ver- und Entsorgung von Muskeln und Bindegewebe gestört. Ausleitende Verfahren wie Schröpfen oder das Ansetzen von Blutegeln haben sich als Therapiebegleitung gut bewährt“, erläutert Dr. Schmincke. Dabei helfen beispielsweise Kräuter wie Besenbeifuß und die Wurzeln des chinesischen Schnurbaums bei der Ausleitung von entzündlichen Stoffen. Ergänzend verordnen die Behandler schmerzlindernde Verfahren wie Akupunktur. Sie lösen Spannungszustände und beleben erschlaffte Muskeln. „Durch gezieltes Nadeln der Körperpunkte verspüren Betroffene schon nach wenigen Sitzungen erste Schmerzlinderungen.“ Parallel mobilisieren Körpertherapien wie Tuina-Massagen und Qi Gong fest gefahrene Spannungsmuster – denn ungenügende Bewegung und einseitige Belastung bedeuten immer auch Krafteinbuße und verminderte Stabilität, die im Umkehrschluss wieder zu Schmerzen führen.

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