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Ein Stück Hafen-City an der Weser

Haus

Hameln (CK). Es ist ein ehrgeiziges Projekt, das Steuerberater Fritz-Eckhard Sticher auf der Weserinsel plant. Dort soll ein viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit einem Investitionsvolumen im „hohen einstelligen Millionenbereich“ entstehen. Ein Hauch Hafen-City an der Weser.

Architekt Axel Hagemeyer wurde beauftragt, umfangreiche Testentwürfe und Vorplanungen zu entwickeln, die in der vergangenen Woche erstmals in einer nicht-öffentlichen Sitzung den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung (früher Bauausschuss) vorgestellt worden waren. „Das Projekt wird vorabgestimmt, und das ist ein Prozess“, bestätigt Volker Mohr, Fachbereichsleiter Planen und Bauen. „Grundlegende Probleme jedenfalls sieht Mohr bei dem Projekt nicht. Voraussichtlich im Januar soll es der Politik dann offiziell präsentiert werden.

Was Architekt Hagemeyer in Stichers Auftrag entwickelt hat, ist stadtbildprägend: Neben den Büroräumen für die Steuerkanzlei sollen in dem Gebäude, das in weiten Teilen gläsern werden soll, auch Wohnungen entstehen, unter anderem auch ein Penthouse, während der untere Bereich mit Ziegelmauerwerk das Hamelner Mühlenthema aufnehmen könnte. Was Sticher außerdem plant: eine öffentliche Gastronomie, deren Terrasse weit über die Weser ragen soll.

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  • So könnte es vom Wasser aus aussehen: Im Vordergrund die alte Eisenbahnbrücke, dahinter das moderne Geschäftshaus.
Mühle historisch
  • Die im Krieg völlig zerstörte alte Wesermühle auf dem Werder – sie stand an der Stelle, an der ein privater Investor jetzt einen großen Gebäudekomplex plant.
Haus
  • Schwarz-Weiß-Ansicht des Bauprojekts.
Bau
  • So soll sich das aus zwei überwiegend gläsernen Blöcken bestehende Wohn- und Geschäftsgebäude auf dem Werder (vorn) in die Umgebung einfügen. Im Hintergrund ist die Elisabeth-Selbert Schule zu sehen. Grafik: Architekt Axel Hagemeyer
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Mühle historisch
Haus
Bau

Was nach Auffassung von Mohr geradezu bestechend erscheint: Der ruhende Verkehr soll weitgehend vom Werder verbannt werden. Zu diesem Zweck plant Sticher eine Tiefgarage mit insgesamt fünf Ebenen, die fast 100 Autos aufnehmen könnte. Mohr: „Damit könnte man die Weserinsel endlich vom ruhenden Verkehr befreien.“

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