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Kleine Panne bei der Feierstunde mit Bravour gemeistert / Viel Glas und Grün / Saisonale Speisekarte mittlerer Preisklasse

Ein Schnapsglas mit "Sti(e)l": Richtfest beim Golfclub

Luhden (tw). Erneut hat der "Golfclub Am Harrl" ein wichtiges Etappenziel genommen - das Richtfest des künftigen Clubhauses. Im Gegensatz zur Grundsteinlegung, zu der Repräsentanten der (Samt-)Gemeinde geladen waren, bleiben die Golfer diesmal mit Masse unter sich.

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Kurios: An den für den Richtspruch nötigen Schnaps, aber auch an die Schnapsgläser hat in der Aufregung niemand gedacht. Der "Schluck" wird noch auf die Schnelle aus einem nahen S-Markt besorgt; Schnapsgläser indes führt der nicht. Zimmermeister Jörn Kluge (Joachim Kluge GmbH, Auetal) macht aus der Not eine Tugend, füllt den Schnaps kurzentschlossen in ein Weinglas. Das hat - im Wortsinn - "Sti(e)l". Ehe es dann nach dem Richtspruch keinen mehr hat und das Glas Glück bringend auf dem Boden der Baustelle zerschellt ... Am Rande der Feierstunde erläutert Architekt Gottfried Kasel (Kasel-Architekten, Minden) sowie Götz Knauer (Torschreiberhaus, Stadthagen) im Gespräch mit der Landes-Zeitung die Besonderheiten des Baus, aber auch seiner künftigen Gastronomie. "Auffällig", sagt Kasel mit Blick auf den Baukörper, "ist zum einen die ausgezeichnete Lage, zum anderen die Menge an Glas, die in Kürze eingesetzt wird - dadurch holen wir die Natur gleichsam ins Gebäude hinein." Für den Sonnenschutz sorgt ein extrem weiter Dachüberstand. "Dadurch", erklärt der Architekt, "heizt sich das Clubhaus im Sommer nicht auf". Last, but not least wird das Gebäude als weiters Extra ein begrüntes Dach erhalten. Schön auch: Von der umlaufenden Terrasse fällt der Blick direkt auf "Loch 9"; sollte die Erweiterung eines Tages Wirklichkeit werden, sind schon jetzt alle baulichen Voraussetzungen dafür erfüllt, dass die - relaxten - Golfer von der Terrasse aus auch "Loch 18" direkt in den Blick nehmen können. "Ich hatte Lust, meine Tätigkeit im Torschreiberhaus nach 14 Jahren ein wenig zu erweitern", berichtet Götz Knauer. Der Küchenchef: "Weil Christian Dühlmeyer ein alter Geschäftspartner unseres Restaurants ist und wir uns eine ganze Weile kennen, lag die Idee nahe, ihn beim Betreiben der Clubhaus-Gastronomie ein wenigzu unterstützen." Konkret soll es Am Harrl eine - saisonale - Karte geben, die zwar nicht mit derjenigen des Torschreiberhauses identisch, "aber gleichwohl nicht weniger engagiert ist". Die Preise der Speisen sollen im "mittleren Segment" liegen. Knauer: "Diese Aufgabe wird zwar nicht leicht sein; ich habe mir jedoch in dem zurückliegenden dreiviertel Jahr konzeptionell einiges einfallen lassen." Der Stadthäger ist selbst passionierter Golfer und schwingt auch in Luhden gerne den Schläger. Derzeit ist Knauer jedoch noch bei einem Club in Garbsen eingeschrieben: "Ich denke aber über einen Wechsel oder zumindest über eine Zweitmitgliedschaft Am Harrl nach."

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