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Ein Preis für „Bad Münder zeigt Gesichter“

BAD MÜNDER. Schon der erfolgreiche Verlauf des Projektmonats und das große Fest zum Abschluss waren für die Organisatoren Grund zur Freude, jetzt gab es für „Kulturelle Vielfalt erleben – Bad Münder zeigt Gesichter“ auch einen Preis.

Jürgen Keller und Katharina Werner (Mitte) nehmen den Preis im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ entgegen.
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Das Projekt der Sozialraum AG gehört zu den elf ausgewählten Vorhaben aus Niedersachsen und Bremen, die jetzt im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ ausgezeichnet wurden. Ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro geht an die mündersche Sozialraum AG.

Jürgen Keller, Katharina Werner und Monica Gräfin Adelmann hatten die Projektgruppe zum Aktionsmonat der Sozialraum AG Bad Münder geleitet, Keller und Werner nahmen am Montag an der Preisverleihung in Oldenburg teil. Geladen hatte dazu das „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)“. Bundesweit wurden 84 Initiativen und Projekte für ihr „vorbildliches und nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz“ als Preisträger ausgezeichnet.

Barbara Wortmann, Bundestagsabgeordnete und Beiratsmitglied des Bündnisses, freute sich über die große Zahl der Beiträge zur Stärkung von Demokratie und Toleranz und unterstrich die Bedeutung der ausgezeichneten Projekte: „Ob beim Thema Flucht und Migration, oder der Sensibilisierung und Prävention extremistischer Bestrebungen, freiwilliges Engagement ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Millionen Menschen setzen sich in ihrer Freizeit für Schwächere ein, auch abends und am Wochenende“, erklärte sie. Ihr Wunsch: Die ausgezeichneten Projekte, die die ganze Spannbreite ehrenamtlichen Engagements zeigten, sollen viele Nachahmer finden.

Für das mündersche Projekt hoffen Werner und Keller, dass das gelingt. Die Sozialraum AG hatte im vergangenen Jahr dazu eingeladen, kulturelle Vielfalt erlebbar zu machen. Dazu wurden im August und September viele Veranstaltungen wie beispielsweise Erzählcafés, Trommelworkshops und Filmvorführungen organisiert.

Das Konzept sah vor, das Verbindende in der kulturellen Vielfalt vor Ort hervorzuheben – ein Ziel, das sich ganz besonders in der großen Feier in der KGS zeigte. Raum für Begegnungen von neu nach Bad Münder gekommenen Menschen und denen, die schon lange in der Stadt leben, Neugier aufeinander, auf die Kultur des anderen, standen im Mittelpunkt. „Wir kommen aus einer im Vergleich zu den anderen Preisträgern relativ kleinen Stadt, dennoch kann sich das Projekt in seiner Vielfältigkeit und in der Beteiligung der Kindergärten, Schulen, Vereine und anderen Einrichtungen sehen lassen“, sagt Jürgen Keller. Es zeige, dass selbst im überschaubaren Bad Münder eine Vielfalt existiere, die ohne Vorurteile und Ausgrenzung gelebt werden sollte.

Für Katharina Werner war es eine große Ehre, dass das mündersche Projekt aus einer Vielzahl von Bewerbungen ausgewählt wurde. Aber auch die Veranstaltung in Oldenburg, der Austausch mit anderen Preisträgern und die Vorstellung der anderen Projekte, die Möglichkeit zur Kontaktpflege sei sehr positiv gewesen. Sie hofft, dass auch andere Kommunen sich durch das mündersche Projekt anregen lassen, hat aber auch selbst viele neue Ideen mitgenommen.

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