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Awo-Ortsvereinschef mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet / Seit 40 Jahren für Mitmenschen engagiert

Ein Orden für die Ära Hans-Jürgen Meyer

Bad Münder (jhr). Hans-Jürgen Meyer hat gestern den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Im Auftrag von Bundespräsident Horst Köhler überreichte Landrat Rüdiger Butte die besondere Auszeichnung.

Rüdiger Butte (l.) überreichte Hans-Jürgen Meyer den Orden.  Fot

Zur Feierstunde hatte Meyer selbst den Rahmen vorgegeben: Nicht zu aufwändig, einfach im Rahmen eines Kaffeenachmittags „seiner“ Senioren-Dienstagsgruppe in der Begegnungsstätte an der Wallstraße. Dass die Gruppe trotz der Ferienzeit zusammenkommen sollte, hatte Meyer mit der Anwesenheit des Landrates begründet – kein Wort von der Auszeichnung. In entsprechend überraschte Gesichter blickten denn auch der Landrat, Bürgermeisterin Silvia Nieber und Awo-Kreisvorsitzender Andreas Przykopanski, als der wahre Grund der Zusammenkunft bekannt wurde. „Dies ist ihr Tag. Heute werden Ihre jahrzehntelangen Leistungen für die Gesellschaft endlich einmal öffentlich gewürdigt“, machte Butte deutlich. Der Orden sei Zeichen höchster Wertschätzung für das große Engagement, „das unserer Region und den Menschen hier zugute kommt.“ Seit Jahrzehnten habe sich Meyer im sozialen Bereich außergewöhnlich stark engagiert. Der Landrat hob den Einsatz für den Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt in Bad Münder heraus, für den sich Meyer bereits seit 40 Jahren einsetze. Seit 1980 bekleidet der Geehrte den Vorsitz. „Das ist schon eine Ära Hans-Jürgen Meyer von der wir hier sprechen“, sagte Butte. Meyer habe mit seinem Einsatz bewiesen, dass er die Bedürfnisse der Menschen, ob groß oder klein, ganz fest im Blick habe. Die Betreuung und den Erhalt der Begegnungsstätte erwähnte Butte ebenso wie Meyers Förderung der Jugendhilfe, Angebote für Senioren und die Zusammenarbeit mit der Grundschule Bad Münder. In seiner Zeit als Hausmeister der Grundschule habe Meyer bereits dafür gesorgt, dass die Schule an Nachmittagen geöffnet wurde und Kinder zuverlässig betreut und kreativ beschäftigt wurden. „Hier wird Alt und Jung zusammengeführt. Sie waren der Initiator“, dankte der Landrat.

Bürgermeisterin Nieber wie auch Awo-Kreischef Przykopanski schlossen sich dem Landrat an. Sie zitierten aus Empfehlungsschreiben, mit denen namhafte Persönlichkeiten die Auszeichnung Meyers unterstützt hatten.

Meyer sei ein „nicht wegzudenkender Förderer des zwischenmenschlichen Zusammenlebens.“ Er habe besonderen Wert darauf gelegt, allen Generationen kulturelle, gesellige und soziale Veranstaltungen zu bieten. „Er ist niemals Gleichgültig gegenüber dem Schicksal seiner Mitmenschen, stets hilfsbereit und wie kein anderer Vorbild für praktizierte Nächstenliebe.“

Hans-Jürgen Meyer selbst nahm die Auszeichnung sichtlich bewegt entgegen. „Von diesem Kreuz hat jeder von Euch auch ein Stück verdient“, erklärte er an seine Dienstagsgruppe und seine Frau gewandt.

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