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Ein Mahner erinnert sich

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Hameln (red). Bürgerrechtler und Bundesbeauftragter, Publizist und Pfarrer, Volkskammer-Abgeordneter und Fast-Bundespräsident: Trotz, oder gerade wegen all der Stationen seines Lebens ist sich Joachim Gauck treu geblieben. Er war und ist streitbar – wenn auch hin und wieder unfreiwillig.
 Ab 1990 wirkt der 1940 in Rostock geborene Gauck als Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen maßgeblich an der Aufdeckung und Aufarbeitung des DDR-Unrechts mit. Früh in seinem Leben wird er zum Gegner des SED-Regimes. Und zwar spätestens zu dem Zeitpunkt, als die Sowjets seinen Vater in ein Arbeitslager nach Sibirien verfrachteten. Im Mai dieses Jahres bei der Wahl des Bundespräsidenten verliert der parteilose Gauck, den SPD und Grüne aufgestellt hatten, im dritten Wahlgang gegen Christian Wulff. Heute macht er Station in Hameln.
 Im Rahmen des Hamelner Forums spricht der 70-Jährige über seine Erinnerungen in der DDR, an seine idyllische Kindheit an der Ostsee, seine Zeit als Pfarrer in einem Neubaugebiet in Rostock, an seine Zeit im Neuen Forum. Als ein Mahner für mehr Demokratie ist Gauck seither bekannt. Für seine Verdienste wurden ihm vielfältige Ehrungen und Auszeichnungen zuteil. „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“ nennt Gauck seine Erinnerungen. Ein paradoxer Titel über das Leben in einem paradoxen Land.

 

Joachim Gauck ist heute um 19 Uhr im Lalu im Hefehof zu Gast. Die Veranstaltung ist ausverkauft.

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