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Ortsrat einig: Spielgerät wird gekauft / Kaufpreis: 4800 Euro / "Ich würde mir das leisten"

Ein Kletterwürfel zum Schnäppchenpreis

Krainhagen (rnk). Weil es bei der U-3-Betreuung keine neuen Erkenntnisse gibt - die Stadt wartet weiter auf verbindliche Förderrichtlinien - und weil es bei den Teichanlage auch nicht recht weitergeht, konnte sich der Ortsrat am Dienstag vor allem einer Frage widmen: Sollen fast 5000 Euro investiert werden, um auf dem Spielplatz Hackenberg ein neues Spielgerät aufzustellen. Das Gremium war sich schnell einig: Ja.

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Das Spielgerät ist ein Kletterwürfel, er ist zwei Meter hoch, er hat die Außenmaße von zwei mal zweieinhalb Metern und er ist oben mit einem Kletternetz gesichert - und es gibt ihn zum Schnäppchenpreis von 4800 Euro, weil Wolfgang Schmidt (CDU) mit beruflichen Kontakten helfen kann: Das Spielgerät wird in der Strafanstalt Tündern gebaut, in der Schmidt als Vollzugsbeamter arbeitet. Wäre der Würfel nur einen "Tucken größer", erklärte Ortsbürgermeister Thomas Mittmann (SPD), dann wären regulär schon 12 000 Euro fällig. Bei dem Krainhäger Würfel würden allein die Netze im Einkauf rund 2000 Euro kosten, erklärte Schmidt, dazu kommen noch einmal 500 Euro an festen Kosten für die TÜV-Abnahme. Der Ortsrat räumt dem Spielplatz aus mehreren Gründen hohe Priorität ein. Er ist schön, er ist vielfältig, er wird viel genutzt - und "offiziell" wird es noch ein bisschen dauern, ehe Mittel aus der Stadtkasse fließen. Bekanntlich werden die Spielplätze der Stadt reihum verbessert - jedes Jahr einer, aber bis Krainhagen an der Reihe ist, dauert es noch. Doch warten möchte der Ortsrat nicht, zumal noch finanzielle Mittel aus dem letzten Jahr zur Verfügung stehen. Mittmann verwies darauf, dass der Spielplatz gerne und oft von Kindergruppen gemietet werden, wie am heutigen Freitag: Dort werden sich ab 17 Uhr Kinder aus dem Mindener Raum (!) austoben. Mittmanns Frage mit Blick auf den noch zu bauenden Würfel: "Wollen wir uns das leisten?" Die Antwort gab der Ortsbürgermeister selbst: "Ich würde mir das leisten." Großartige Einnahmen aus der Vermietung des Spielplatzes gibt es übrigens nicht. Wie Mittmann später eher beiläufig erklärte, gebe es - je nach Gruppengröße -¨einen Betrag im gerade zweistelligen Bereich, der für die Reinigung der Toilettenanlage gebraucht werde. Zurück zum Würfel: Weil Schmidt ihn zwar in Hameln bauen lassen, aber aus naheliegenden Gründen von dort keine Helfer mitbringen kann, ist der Ortsrat beim Aufbau gefordert. Um den Rest wie Fallschutz oder Fundament werden sich Obernkirchens Stadtjugendpfleger Erhard Vinke kümmern, erklärte Mittmann. In zwei bis drei Monaten, so kündigte Schmidt an, werde der Würfel fertig sein: "Morgen lege ich los."

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