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Vor Gericht: Stadthäger (46) gesteht alles

Ein Jahr auf Bewährung für sexuellen Missbrauch

Stadthagen/Barsinghausen (rma). Zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr - ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung - ist ein 46-jähriger Mann aus Stadthagen verurteilt worden. Er hatte im Dezember 2004 und Januar 2005 zwei damals 15-jährige Mädchen in Barsinghausen sexuell missbraucht.

Vor Gericht räumte der Angeklagte die Vorwürfe ein und ersparte damit beiden Opfern eine Befragung. Als Angestellter einer örtlichen Hilfs- und Rettungsorganisation war der Mann unter anderem mit der Koordination für die ehrenamtliche Arbeit dieser Organisation betraut und sollte sich außerdem kommissarisch um eine Jugendgruppe kümmern. So sei der Kontakt zu den Mädchen zu Stande gekommen. Unter einem Vorwand habe er in beiden Fällen die Mädchen in den Keller des Dienstgebäudes gelockt. Im Dezember 2004 forderte er eine damals 15-jährige Barsinghäuserin auf, sich auf ein Sofa zu legen. Dann habe er das Opfer am ganzen Körper abgetastet, unter der Kleidung gestreichelt und die Brust berührt. Bei seinem zweiten Opferaus Gehrden sei er im Januar 2005 ebenso vorgegangen. Nachdem diese sexuellenÜbergriffe auf Schutzbefohlene ans Licht gekommen waren, verlor der Mann zum 1. April 2005 seinen Job. Unmittelbar danach unternahm er einen Selbstmordversuch mit Alkohol, Schlaftabletten und Autoabgasen. "Ich weiß nicht, was mich dazu gebracht hat. Das war eine maßlose Grenzüberschreitung", bedauerte der Angeklagte. Auf beide Opfer hatten dieÜbergriffe schwere psychische Auswirkungen. Ein Mädchen schnitt sich die Arme auf, das zweite Mädchen ist noch heute in psychologischer Behandlung. Mit seinem Urteil von einem Jahr Haft auf Bewährung entsprach Richter Löhr den Anträgen der Staatsanwaltschaft und der Nebenkläger.

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