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So passierte der witzigste Unfall des Jahres

Ein Honda besucht die Fische gegenüber

Obernkirchen (rnk). In den Jahresrückblicken wird er als der witzigste Unfall wieder auftauchen: Ein Honda ist gestern Morgen herrenlos aus einer Kfz-Werkstatt entflohen und hat dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Fische im Feuerwehrlöschteich besucht.

Und das kam so. Ein Kfz-Mechaniker hatte schon längere Zeit in der Werkstatt an der Langen Straße an dem Auto gearbeitet; eigentlich wollte er den Wagen nur nochmal anlassen, um zu gucken, ob er auch anspringt. Er sprang an. Und wie: Sofort setzte sich der Honda ohne Fahrer in Bewegung, denn der erste Gang, der war noch eingelegt. Aus der Werkstatt hinaus,über die Straße, vorbei an den Schildern und genau zwischen zwei großen Büschen hindurch ging es in Richtung Teich. Dort hätten ihn die Zaunpfosten sicherlich gestoppt, wenn, ja wenn der Honda nicht millimetergenau zwischen sie durch gefahren wäre. Der Maschendraht selbst war dann kein Problem mehr. Ein Dutzend Mitglieder der Wehr Obernkirchen, die die Einfahrt zur Langen Straßen sperrten, damit die Bergungsarbeiten beginnen können, die Polizei, ein Vertreter der Unteren Wasserschutzbehörde des Landkreises, das Ordnungsamt der Stadt, zwei Taucher der Wasserrettungsgruppe Schaumburg, viele Anwohner und Fußgänger - unter größerer Anteilnahme wurde der Wagen dann gegen 12 Uhr geborgen. Eine gute halbe Stunde hatte ein Taucher zuvor im eisigkalten Wasser, auf dem noch leichte Eisschichten schwammen, damit zu tun, den Wagen zu orten und vier Haken zu befestigen. Mit Seilen wurde der Wagen aus dem Wasser gehoben und auf der Straße abgesetzt. Feuerwehrmitglieder schoben ihn dann zur Werkstatt zurück. Der Schlüssel steckte noch. Öl lief nicht aus, die Polizei wird aber dennoch ermitteln: auf fahrlässiges Umweltdelikt.

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