weather-image
17°
SPD-Ortsverein renoviert Remmer-Heim im Osterberg

Ein Haus mit viel Tradition – und einer neuen Küche

Bad Münder (oe). Die neue Küche im Remmer-Heim des SPD-Ortsvereins Bad Münder blitzt in neuem Glanz. Irene Nossing, die seit 2006 die Betreuung der Einrichtung übernommen hat, beseitigt noch die letzten Streifen auf der strahlenden Oberfläche. „Die alte Küche ist in die Jahre gekommen und da musste einfach was Neues her“, sagt sie.

Blitzeblank – Irene Nossing hält als Heimwartin die neue E

Möglich wurde die Anschaffung durch eine großzügige Spende von Peter Antoszewski, dem Leiter des Wilhelm-Gefeller-Bildungszentrums der IGBCE. Dennoch war die Beschaffung nicht ganz so einfach wie zunächst gedacht. Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, wurden die einzelnen Teile über ein Internetportal ersteigert. Aus Lübeck, St. Andreasberg, Göttingen und Soest hat Irene Nossing die Ober- und Unterschränke, die Spüle und Schubkastenschränke mit Ehemann Dietmar abgeholt. Bei dieser Gelegenheit hat das „Remmer-Heim-Helferteam“ neue Wasserleitungen verlegt und die Küche gründlich gereinigt. Auch das Dach des Schuppens wurde neu gedeckt, die Bestuhlung ist ebenfalls neu. Nun könne den Gästen eine professionelle Küche angeboten werden – beispielsweise für die Ausrichtung privater Feiern, freuen sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereins.

Bei der jüngsten Sitzung dankten sie Irene Nossing für das große Engagement, mit dem sie für das Remmer-Heim arbeite. Die offizielle Einweihung soll beim traditionellen Himmelfahrtstreffen, diesmal am 21. Mai, mit Erbseneintopf und Bratwurst gefeiert werden.

Während der Versammlung des Ortsvereins wurde erneut die Bedeutung des Heims am Osterberg für die Sozialdemokraten unterstrichen. Es sei zu einem beliebten Ausflugsziel geworden, einem Treffpunkt für Ausflügler wie die der SPD-Wandergruppe. Horst Köster, Manfred Dittrich, Heinrich Beckmann und Gunter Beckert sind nur einige, die sich hier fast wöchentlich treffen.

Horst Köster (v.l.), Manfred Dittrich, Heinrich Beckmann und Gun
  • Horst Köster (v.l.), Manfred Dittrich, Heinrich Beckmann und Gunter Beckert stöbern vor dem Remmer-Heim in alten Fotoalben.

Heute kommen sie als Rentner zum gemütlichen Beisammensein in den Osterberg, früher als Helfer, die in vielen Bauphasen das Gebäude immer wieder modernisierten und instand gehalten haben. Heinrich Beckmann ist einer von ihnen, er blättert mit seinen Freunden gerne in alten Fotoalben. Dort ist nachzulesen, dass der Grundstein für das Heim 1921 bis 1923 gelegt wurde. Damals von den „Falken“, einer Jugendorganisation der Sozialdemokraten. Es war die Zeit der Wirtschaftskrise, viele junge Menschen waren arbeitslos. Während der Zeit des Nationalsozialismus ging das Haus in die Treuhandverwaltung des Reichsbundes und wurde später auch als Kriegsopferheim genutzt. Nach 1945 wurden wieder die „Falken“ heimisch. Ab 1950 nutzte die Arbeiterwohlfahrt die Stätte zur Kindererholung. In den 60er-Jahren übernahm die Jugendorganisation aus Hannover-Linden die Verwaltung. Auch der SPD Ortsverein Bad Münder meldete Interesse an und übernahm 1978 das „Osterbergheim“. 1982 wurde das Haus nach dem verdienten münderschen Bürgermeister Wilhelm Remmer benannt.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare