weather-image
27°
Rodenberger Naturliebhaber Joachim Jaenicke zeigt Makrofotos aus Aquarium

Ein Ausflug in die Unterwasserwelt

Zeigt faszinierende Fotos aus der Unterwasserwelt seines Aquariums: Joachim Jaenicke, Hobbyfotograf aus Rodenberg. Foto: ede Hohnhorst (ede). Die Welt im Kleinen - ganz groß. Fotos insbesondere von Fischen, Schnecken und Garnelen sind im "Hofcafé Bruns Nr. 2" zu sehen. Joachim Jaenicke, Hobbyfotograf und Naturliebhaber aus Rodenberg, hat sich diesmal mit seiner Fotolinse dem Makrokosmos im heimischen Aquarium genähert. Entstanden sind über 80 großformatige farbige Bilder - von atemberaubender Schönheit, wie die Besucher während der Eröffnung der Vernissage übereinstimmend bestätigten.

0000445935-gross.jpg

Geradezu tentakelhaft streckt dieüberdimensional groß wirkende Schnecke ihre Fühler dem Betrachter entgegen. Kaum einer der Besucher kann sich ihr entziehen. Manch einer bleibt minutenlang vor dem Bild stehen, schaut, beobachtet und staunt. Es sind Momente wie diese, die die Blicke fesseln. Zwei Jahre hat Jaenicke eigenen Aussagen nach benötigt, um das einzufangen, was dem normalen Blick gewöhnlich verborgen bleibt. Die Mühe hat sich gelohnt. Dabei war es für den Rodenberger zwar aufwendig, aber alles andere als Arbeit. "Ich habe damit meine beiden Hobbys verbunden", erklärt der ehemalige Gymnasiallehrer: Die Zucht von Zierfischen und die Makrofotografie. Beides beherrscht Jaenicke bis ins Detail. Mitunter erscheint es dem Betrachter, als würden die Fische für ihn geradezu posieren, als wüssten sie, dass sie für eine Ausstellung auserwählt sind. Und nicht selten scheint es so, als wollten sie nur ihm einen Einblick in ihr Leben gewähren. Jaenicke hat es geschafft, Szenen, die in der Natur nur von kurzer Dauer sind, für die Ewigkeit "einzufrieren". Sogar Steckbriefe hat er angefertigt, um dem Betrachter die ganze Faszination der Unterwasserwelt des Aquariums näherzubringen. Was Jaenicke so überaus gut beherrscht ist das Ergebnis jahrelanger Autodidaktik. Bereits seit 1966 fotografiert Jaenicke. Vor rund 15 Jahren hat er die Makrofotografie für sich entdeckt. Was ihn antreibt, ist die Liebe zur Natur, sagt der promovierte Lehrer, der Biologie und Chemie studiert hat. Und die Neugierde, etwas zu entdecken, das man "sonst so nicht sieht". 2006 hatte der Rodenberger mit seine Fotos - damals über Insekten - erstmals im Café Bruns auf sich aufmerksam gemacht. Die zweite Ausstellung, die bis zum 31. Mai dauert und mittwochs bis sonntags zwischen 14 und 19 Uhr bestaunt werden kann, soll keineswegs die letzte sein. Zur nächsten Vernissage allerdings, die für den Herbst geplant ist, wird erstmals seine Frau Annelies einladen. Denn die hat sich längst von der Leidenschaft ihres Mannes anstecken lassen und ist seit rund zehn Jahren selbst auf Motivsuche. Natürlich ist auch sie mit ihrer Kamera im Makrokosmos unterwegs. Zu sehen sein werden von ihr "Blütenträume", vorgesehen ist die Ausstellung für September.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare