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Grünen-Vorstoß läuft ins Leere

Eilantrag fehlt die Dringlichkeit

Bad Münder. In den Herbstferien ist die Turnhalle an der Grundschule an der Wallstraße abgerissen worden. Zwischen den  Vereinen und der Verwaltung war ein Ausweichplan mit neuen Trainingszeiten abgestimmt worden. Zufrieden sind damit  nicht alle.

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Autor:

Jens Rathmann und MIra Colic

Bad Münder. In den Herbstferien ist die Turnhalle an der Grundschule an der Wallstraße abgerissen worden, um Platz für einen Neubau zu schaffen. Im Vorfeld war zwischen den betroffenen Vereinen und der Verwaltung ein Ausweichplan mit neuen Trainingszeiten und -orten abgestimmt worden. Zufrieden sind damit offensichtlich nicht alle, wie der Dringlichkeitsantrag von Grünen-Chef Helmut Burdorf zeigt. Er forderte im Rat, die Nutzung von Schulräumen und Sporthallen sowohl in den Ferien als auch an den Wochenenden zu erlauben.

Den Weg über einen Dringlichkeitsantrag musste Burdorf gehen, weil sein Antrag zu spät bei der Stadt eingegangen war, erläuterte der Grünen-Chef, der auch der TuSpo Bad Münder vorsteht. Seine Schilderung der Lage: Bisher war die Hallennutzung an Wochenenden nur für einzelne Veranstaltungen und auf Antrag zu genehmigen. Das sei in der aktuellen Situation zu wenig, sagt Burdorf. Weil es gerade im Winterhalbjahr Engpässe gebe, dürfe das Thema nicht aufgeschoben werden. Eine Verweisung in den zuständigen Ausschuss würde dazu führen, dass erst zu einem Zeitpunkt entschieden werden könne, zu dem das Problem nicht mehr akut sein werde.

Neben dem Hallenabriss führe auch die Einführung der Ganztagsangebote zu einer Verknappung der Nutzungszeiten. Für Burdorf liegen die Vorteile einer Freigabe klar auf der Hand: Neben einer besseren Auslastung, die wiederum zusätzliche Einnahmen bringen würde, könnten mehr Menschen die Angebote der Vereine wahrnehmen.

Dem Eilantrag stimmte der Rat zu, eine Beratung wurde aber überflüssig – weil Fachbereichsleiterin Elisabeth Borcherding deutlich machte, dass Vereine nach der jüngsten Beitragsanpassung bereits die Möglichkeit haben, Trainingszeiten während der Ferienzeit oder an den Wochenenden zu belegen, wenn sie nicht dem Punktspielbetrieb entgegenstünden.

Dieser Verlauf sorgte dann für extreme Verärgerung bei CDU-Ratsgruppenchef Hans-Ulrich Siegmund – „Hühnerscheiße“, wetterte er, er wolle nach den Erfahrungen der jüngsten Ratssitzung künftig mit keinem Dringlichkeitsantrag im Rat mehr belästigt werden.

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