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Ehrenamtskarten für Tafel-Mitglieder in Bad Münder

BAD MÜNDER. „Ehrenamt ist Gold wert“ steht auf der Urkunde, die der Bürgermeister überreicht. Ein kleines goldfarbenes Kärtchen ist unten aufgeklebt – die Ehrenamtskarte des Landes, die besonders engagierten Ehrenamtlern auf Antrag überreicht wird.

Lady Haut (v.l.), Ursula Dolle und Petrina Schröder nehmen die Ehrenamtskarte von Bürgermeister Hartmut Büttner entgegen. Foto: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Gleich fünf Karten hatte Hartmut Büttner jetzt im Gepäck, als er Helfer des Tafel-Teams auszeichnete.

Mindestens seit drei Jahren dabei und mit der festen Absicht, sich auch zukünftig zu engagieren. Mindestens fünf Stunden pro Woche ohne Aufwandsentschädigung bei der Sache – das sind zwei der Bedingungen, die für die Ehrenamtskarten zu erfüllen sind. Für die Mitglieder im Tafel-Team durchaus erfüllbare Bedingungen, wie Bürgermeister Büttner bei der Übergabe deutlich machte. Für ihn ist die Auszeichnung derart bürgerschaftlich engagierter Einwohner der Stadt mehr als ein Pflichttermin, kaum eine Gelegenheit, bei der er nicht das große Engagement der Münderaner betont. Aus Feuerwehr und DRK, Rettungshundestaffel und Umsonstladen, Museum, Sozialraum AG und vielen anderen Vereinen und Organisationen kommen bisherige Ehrenamtskarten-Besitzer. Und eben aus der Tafel. Und so dankte Büttner den neu Auszuzeichnenden nicht nur, er fragte auch nach der Motivation für den Einsatz für andere. Und die ist ganz unterschiedlich, wie schnell deutlich wurde: Petrina Schröder, ehemalige Lehrerin der Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln, hat ihr Berufsleben lang mit Menschen zu tun gehabt. „Ich war gerne Lehrerin, und ich habe auch gerne mit ausländischen Schülern gearbeitet. Hier bei der Tafel kann ich helfen, und es fällt mir nicht schwer, mich hier zu engagieren“, erklärt sie. Auch Lady Haut gehört zum Helfer-Team. Seit 1967 lebt die Brasilianerin am Deister, sie kam mit ihrem Mann zu einer Zeit, als heimische Firmen im Ausland um Fachkräfte warben. Sie arbeitete erst als Au-pair in der Benze-Villa, dann in der Möbelfabrik – im Ruhestand packt sie bei der Tafel kräftig mit an. So wie auch Ursula Dolle. Die wurde von Freunden ins Helfer-Team geholt – und aus dem „Reinschnuppern“ wurde ein regelmäßiges Engagement. „Mir macht das Spaß“, sagt sie.

Und die Freude an der Arbeit in einem Team von Freiwilligen ist des auch, die Jörg Neumann ins Team brachte: „Man kommt unter Leute – das erdet ganz gewaltig“, sagt Neumann. Auch Heinrich Busse aus Nienstedt erhielt die Ehrenamtskarte, Büttner dankte ihm wie den anderen vier Tafelmitarbeitern im Namen der Stadt. „Sie leisten ganz wesentliche Arbeit für das Zusammenleben der Menschen. Das ist wertvoll, machen sie so weiter.“

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