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Wählerinitiative rechnet mit guten Chancen bei der Kreistagswahl / Bildung und Ausbildung als Schwerpunktthema

Edeltraut Müller tritt für "Wir für Schaumburg" an

Landkreis (jl). Die frühere Bückeburger Bürgermeisterin und SPD-Politikerin Edeltraut Müller hat eine neue politische Heimat gefunden. Sie tritt für die Wählerinitiative "Wir für Schaumburg" im Wahlbereich Bückeburg/Eilsen als Spitzenkandidatin bei der Kreistagswahl am 10. September an.

"Wir"-Vorsitzender Richard Wilmers präsentiert Edeltraut Müller

"Wir" rechnet laut dem Vorsitzenden Richard Wilmers mit 35 bis 40 Kandidaten und will in allen sechs Wahlbereichen antreten. Als "das" Thema setzt die Gruppe auf Bildung und Ausbildung. Das Kreiswahlprogramm der Wählerinitiative ist nach Wilmers Angaben vor kurzem in einer Veranstaltung mit 30 Teilnehmern in Stadthagen verabschiedet worden. Personell will "Wir" in allen sechs Wahlbereichen Kreistagskandidaten aufstellen. 25 waren es bis gestern, 35 bis 40 sollen es bis zum Abgabeschluss der Listen Ende Juli sein. "Es laufen noch einige Gespräche. Es ist davon auszugehen, dass wir unsere Listen gut bestücken, und ich gehe davon aus, dass wir bei dieser Wahl äußerst gut Chancen haben", war sich der Vorsitzende sicher. Nach seinen Andeutungen laufen noch Gespräche mit weiteren Bewerbern. Fest stehen bis jetzt Wilmers als Spitzenkandidat im Bereich Stadthagen, Konrad Bögel im Wahlbereich Obernkirchen, Auetal und Nienstädt und eben Edeltraut Müller in Bückeburg/Eilsen. Mit der langjährigen SPD-Politikerin präsentiert "Wir" eine Kandidatin mit reichlich kommunalpolitscher Erfahrung, die bei der Wahl des hauptamtlichen Bürgermeisters in Bückeburg im vergangenen Jahr als Unabhängige immerhin 25 Prozent der Stimmenerhalten hatte. Im Fall einer Wahl will sich Wilmers um die Gebiete Bildung, Ausbildung, Wirtschaft und Finanzen kümmern. Müller will ihre jahrelangen Schwerpunktgebiete im Kreistag wahrnehmen: Das sind Soziales, Tourismus und Wirtschaftsförderung. Bögels Domänen sollen "Verwaltungskompetenz", Kultur und Jugend werden. Auf einen Landrats-Kandidaten verzichtet die Wählerinitiative. Wie bereits angedeutet, setzt "Wir für Schaumburg" inhaltlich vor allem auf Bildung, Ausbildung und Weiterbildung. Das ist laut Wilmers "die Basis für gesellschaftliche Stabilität, soziale Gerechtigkeit und Wohlstand. Bildung ist für uns der Mutterboden für alle relevanten gesellschaftlichen Bereiche. Der Landkreis kann so an Image und Identität gewinnen". Er kritisiere ausdrücklich nicht den Landkreis, der viel für das Schulwesen tue. In Schaumburg müsse es aber mehr kooperative und integrative Systeme geben und mehr Leistungsvergleiche. Ein gebührenfreies drittes Kindergartenjahr ist für die Gruppe selbstverständlich, ebenso flächendeckende Ganztagsbetreuung -"sonst werden wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht hinkriegen", sagte Wilmers.

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