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DSL: Telekom macht Rückzieher

Landkreis (jl). Nur noch Hespe und dort nur der Vorwahlbereich (05721) soll in diesem Jahr von der Telekom mit dem schnellen Internetzugang DSL versorgt werden. Das hat gestern auf Nachfrage unserer Zeitung Torsten Bursee, der Leiter der Telekom-Produktionsplanung Nord, bestätigt. Am 14. Februar hatte derselbe Mann im Restaurant Bad Hiddenser Born Aussagen gemacht, die von seinen Zuhörern anders aufgefasst worden waren als das, was jetzt von der Telekom verlautbart wird.

Unterm Strich hatte Bursee am 14. Februar vor rund 250 Zuhörern mitgeteilt, dass die noch unversorgten Teile der Samtgemeinde Nienstädt -bis auf Liekwegen und einen kleinen Teil vom Ort Nienstädt - von diesem Frühjahr an mit DSL-Technologie versorgt würden. Allein für Helpsen, Vorwahlbereich (05724), hatte der Produktionsplaner noch einen geringen öffentlichen Zuschussbedarf gesehen. Abgehakt schien an dem Abend auch die Versorgung des Bückeburger Ortsteils Rusbend. Ein Hesper Bürger aus dem Vorwahlbereich (05724) hat den Rückzug mitbekommen, als er im Stadthäger T-Punkt nach DSL fragte und eine ausweichende Antwort bekam. Bursee bestätigt, was inzwischen auch Günter Stahlhut von der Hesper DSL-Initiative weiß: Alle Orte außer Hespe seien momentan noch nicht wirtschaftlich anzuschließen. "Wir werden uns diese Bereiche immer wieder vornehmen und sehen, ob wir etwas tun können", so der Produktionsplaner. Wirtschaftlich schwieriger ist laut Bursee der Anschluss von Rusbend geworden. Das heißt: Rusbend sitzt wieder auf der Wartebank wie Helpsen, Seggebruch undandere heimische Gemeinden im DSL-Loch. Stahlhut will sich mit diesem Sachstand nicht zufrieden geben - er hat den Vorstand der Telekom AG eingeschaltet.

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