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Drogenbeauftragte macht Initiative zum Projekt des Monats

BAD MÜNDER/BERLIN. Für die Drogenbeauftragte der Bundesregierung ist es das Projekt des Monats: Marlene Mortler stellt aktuell eine Initiative aus Bad Münder vor, die ihrer Auffassung nach eine breite Aufmerksamkeit verdient.

„ Kinder und Jugendliche sind mit vielen Fragen und Unsicherheiten konfrontiert und brauchen Vorbilder, die ehrlich zu ihnen sind, ihre Bedürfnisse ernst nehmen und sie durch Annahme und Aufklärung auf einen Lebensweg ohne Sucht, Gewalt und Drogen vo
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Martin Rietsch alias Sänger und Rapper „2schneidig“ ist unter dem Motto „suchtLOS“ deutschlandweit unterwegs, um an Schulen interaktive Projekttage gegen Sucht, Drogen und Gewalt zu gestalten. „Prävention für Kinder und Jugendliche einmal anders“, macht die Drogenbeauftragte auf ihrer Homepage auf das Projekt von Martin Rietsch aufmerksam. Der Künstler, der auch ausgebildeter Präventionsberater ist, öffne Kinder und Jugendliche für präventive Inhalte durch seine Authentizität und spreche sie direkt in ihren Lebenswelten an. „Kompetente Aufklärung über Wirkung und Gefahren von Sucht- und Rauschmitteln stehen in seinen Projekten und Workshops ebenso im Vordergrund wie die Vermittlung von Lebens- und Sozialkompetenzen zur Stärkung von Konfliktfähigkeit und Selbstbewusstsein“, wird die Arbeit des Münderaners beschrieben. Beeindruckt hat das „suchtLOS“-Konzept auch durch den persönliche Zuspruch und die Ermutigung, zur eigenen Meinung zu stehen und sich nicht Gruppenzwängen zu beugen, um vermeintliche Anerkennung zu bekommen, die das Selbstwertgefühl der Projetteilnehmer stärken und eine bedeutende suchtpräventive Wirkung zeigen. „2schneidig lebt als Vorbild mit Prinzipien den Schülern vor, wie man stark bleiben kann ohne Sucht, Drogen und Gewalt“, heißt es in der Beschreibung, die die Drogenbeauftragte der Bundesregierung auf ihrer Homepage veröffentlicht. Ihre Intention ist es, Aktivitäten zu präsentieren, die in der Regel wenig bundesweite Aufmerksamkeit erhalten, die aber wertvolle Aspekte in der Drogen- und Suchtpolitik behandeln, erläutert Saskia Solar, Pressesprecherin der Drogenbeauftragten. „Häufig ergeben sich daraus neue Kooperationsmöglichkeiten für die Projektpartner“, sagt sie.

Für Rietsch ist die Aufmerksamkeit, die die Drogenbeauftragte auf sein Projekt lenkt, nicht die erste besondere Auszeichnung: Vor drei Jahren wurde er für sein außergewöhnliches Engagement im Kampf gegen Drogen, Gewalt und Rassismus mit dem Fair Play Preis des Deutschen Sports geehrt, der gemeinsam vom Bundesministerium des Innern, dem Deutschen Olympischen Sportbund und dem Verband Deutscher Sportjournalisten vergeben wird.

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