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Kleinenbremen macht bei "Nacht der Mühlen" mit / Heimatverein plant buntes Programm

Drachenkampf im bunten Lichterglanz

Kleinenbremen (ly). Die tun was: Als einzige Portaner Ortschaft beteiligt sich Kleinenbremen am Sonnabend, 12. August, an der "Nacht der Mühlen" des Minden-Lübbecker LandArt-Festivals. Zum ersten Mal erstrahlen dann beide Mühlen im warmen Lichterglanz. Und nicht nur die.

"Wie an einer Perlenkette reihen sich am Mühlenpatt entlang des Mühlenbaches Hartingsche Wassermühle, Backhaus Lohmann, Dorfteich, Mönkhoffsche Wassermühle und Meierhof-Backhaus auf", beschreibt Angelika Heine, Vorstand im Heimatverein. In der "Nacht der Kleinenbremer Mühlen" (Startschuss: 20 Uhr) wird daraus eine Lichterkette, die am Besucherbergwerk beginnt. "Was wir aufgebaut haben, soll bekannt werden, mit Leben erfüllt", betont Walter Caselitz, Vorsitzender des Heimatvereins. "Und die Dorfbevölkerung soll sich damit identifizieren." Ein großer Teil hat den Ruf bereits erhört. Rund 100 Lütgenbremer sind in die Organisation eingebunden. Etwa 20 Helfer wollen gleichzeitig ausströmen, um gegen 21 Uhr innerhalb von zehn Minuten 1000 Teelichter zu entzünden. Händeringend gesucht werden noch Einmachgläser (möglichst ohne Etikett) mit mindestens einem Liter Inhalt. Einfach bei Angelika Heine, An den Forellenteichen 11, oder Walter Kunz, Kleinenbremer Straße 27, vor die Tür stellen. Informationen gibt es in der "Nacht der Mühlen" an sämtlichen Kleinenbremer Sehenswürdigkeiten. Im Zentrum steht aber die Mönkhoff-Mühle, wo drei Euro Eintritt für den Zugang zum Gelände fällig werden. Dafür winkt ein volles Programm: Um 20 Uhr tritt eine Abordnung der Big Band des Symphonischen Blasorchesters Schaumburg auf, um 22.30 Uhr Peter Kranz mit seiner Blues-Band. Das Dorftheater "Spektakulär, Spektakulär" schickt Spaßkellner, als Polizisten oder Handwerker verkleidete Schauspieler über den Platz. Für das "Feuerlichtfest", Theater unter freiem Himmel, haben die Akteure um Eric Kolb Verstärkung aus Dortmund angefordert, die Gruppe "Feuerfest". Zu heißen Trommel-Rhythmen und rauchigen Didgeridoo-Klängen treten unter anderem Jongleure und Feuerspucker auf, "um alles zu zeigen, was man mit Feuer machen kann", so Kolb. Zur Nachahmung ist das allerdings nicht empfohlen. Für die Hintergrundmusik sorgt Morris Franke, für Gaumenfreuden Festwirt Klaus Peterding von der "Schönen Aussicht". Armer Drache. Gleich zweimal muss das sagenhafte Urvieh in dieser Nacht sterben: erst bei der zeitgleichen "Nibelungen"-Aufführung der Tucholsky-Bühne im Besucherbergwerk, danach auf dem Rasen vor der Mönkhoff-Mühle. Gegen 22.30 Uhr soll sich der blutige Kampf zwischen Siegfried und dem Drachen dort in einer kurzen Sequenz wiederholen - und die Theatergäste ebenfalls zur "Nacht der Mühlen" locken. Die Veranstaltung gilt als inoffizielle Eröffnung des Erlebnispfades Mühlenpatt. Zugleich verspricht man sich im Heimatverein von der Aktion die "Initialzündung" für ein jährliches Dorfgemeinschaftsfest.

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