weather-image
22°
Was geschieht mit dem Feuerwehrgerätehaus? / Priemer: Abriss steht nicht zur Debatte / Vorstand wiedergewählt

Dorfgemeinschaft Borstel plant Bau einer Boulebahn

Borstel (la). Die "Dorfgemeinschaft Borstel" besteht seit dem Jahr 2000. Als die Ortsfeuerwehr aufgelöst wurde, haben sich die Borsteler zu einer Dorfgemeinschaft zusammengetan, um gemeinsam etwas für ihren Ort zu tun und die Geselligkeit zu pflegen.

Das Feuerwehrgerätehaus ist seit sechs Jahren verwaist. Die Dorf

Das Feuerwehrgerätehaus neben dem Dorfgemeinschaftshaus ist seitdem verwaist. "Wir haben darin unsere Geräte, wie zum Beispiel den großen Grill, gelagert", erzählt der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Rudolf Kuhlmann. Gern wolle man das Gebäude von der Gemeinde übernehmen. Allerdings müsse dazu ein neues Dach auf das Haus, da das Flachdach an einigen Stellen undicht sei. "Die Gemeinde möchte das Feuerwehrgerätehaus abreißen", sagt Kuhlmann. "Wenn wir das Geld bekämen, was der Abriss kosten würde, könnten wir davon das neue Dach bauen und das Gebäude von der Dorfgemeinschaft nutzen." Dann müssten aber auch die Eigentumsverhältnisse geklärt werden. Eingehende Gespräche mit der Gemeinde habe es dazu aber noch nicht gegeben. "Wir wollen die Feuerwehrgarage in keinem Fall abreißen", sagt Bürgermeister Thomas Priemer auf Anfrage dazu. Wenn die Dorfgemeinschaft das Gebäude nutzen wolle, dann sehe er darin kein Problem. Sonst könne die Gemeinde die Garage auch als Unterstellmöglichkeit für den Bauhof benutzen. Er wolle vom Bauamt prüfen lassen, welche Schäden an demDach bestehen und die Sanierungskosten dafür ermitteln lassen. "Wenn die Dorfgemeinschaft an mich herantritt, werden wir sicher eine Lösung finden", so Priemer. Etwas exakter sind da schon die Planungen der Dorfgemeinschaft für eine Boulebahn. "Die könnten wir zwischen dem Feuerwehrgeräte- und dem Dorfgemeinschaftshaus bauen", meint Kuhlmann. Dann könnten die Boulespieler die Toiletten im Dorfgemeinschaftshaus benutzen und hätten die Möglichkeit, in einem der beiden Gebäude Unterschlupf zu finden, wenn es regnet. Allerdings ist das Grundstück nicht sehr groß. "Die Bahn könnte nur neun mal drei Meter groß werden. Aber ich denke als Hobby-Boulespieler benötigt man nicht unbedingt Turniermaße. Wer soll denn das ,Schweinchen' 16 Meter weit werfen?" fragt sich Kuhlmann. Für 2007 hat sich die Dorfgemeinschaft also einiges vorgenommen. Außerdem sollen wieder die Gräben im Dorf gereinigt und die Aue-Wanderbrücken westlich und östlich von Borstel gestrichen werden. Zur Geselligkeit werden das Osterfeuer, ein Ausflug, die Teilnahme am Erntefest, eine Seniorenfeier und das Tannenbaumschmücken beitragen. Während der Jahresversammlung im Dorfgemeinschaftshaus haben die Mitglieder außerdem beschlossen, ein regelmäßiges Treffen ins Leben zu rufen. "Wir wollen uns jeden ersten Sonnabend im Monat bei mir auf dem Hof treffen und irgendetwas gemeinsam machen", sagt Kuhlmann. Das könnten Arbeiten zur Dorfpflege oder -verschönerung sein, oder einfach nur eine Klönrunde. Rudolf Kuhlmann wurde von der Versammlung, ebenso wie seine Vorstandskollegen, einstimmig wiedergewählt. "Eigentlich wollte ich ja nicht wieder kandidieren, aber es hat sich auch kein anderer gefunden, und so mache ich eben noch zwei Jahre weiter", sagt Kuhlmann. Sein Stellvertreter bleibt Wolfgang Kober. Michael Rüter ist Schriftführer, Dirk Remmers Kassierer, und Hans-Werner Gerber und Heinz Jochens gehören dem Vorstand als Beisitzer an.

Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Borstel, Rudolf Kuhlmann, z
  • Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Borstel, Rudolf Kuhlmann, zeigt, wo in Kürze eine Boulebahn entstehen könnte.
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare